Asselborn gegen Botschaftsschließung in Nordkorea

Luxemburg (APA/Reuters) - Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hält wenig davon, als Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Raketente...

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Luxemburg (APA/Reuters) - Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hält wenig davon, als Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Raketentest nun Botschaften in dem Land zu schließen. „Bis jetzt war die Linie ganz klar“, sagte er dem ARD-Morgenmagazin. Europa sei den UN-Sanktionen gefolgt und habe eigene Strafmaßnahmen verhängt, zugleich aber Gesprächskanäle offengelassen.

Er glaube daher auch jetzt, dass nicht alle Botschaften geschlossen werden sollten. „Wenn alles geschlossen wird, alle Dämme gebrochen sind, dann bleibt ja nur eines: Dass man dann mit Gewalt reagiert. Und das kann ja auch nicht gehen.“ Die USA hatten am Mittwoch (Ortszeit) alle Länder aufgefordert, ihre diplomatischen sowie Handelsbeziehungen mit Pjöngjang abzubrechen. Länder wie Deutschland, das eine Botschaft in Nordkorea unterhalten, wurden aufgefordert ihren Botschafter abzuziehen. Österreich hat keine diplomatischer Vertretung in Pjönjang. Zudem drohten die USA dem kommunistischen Regime in Pjöngjang im Falle eines Krieges mit „völliger Zerstörung“.


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