Eurogruppe: Dijsselbloem gibt am Freitag Nachfolge-Kandidaten bekannt

Brüssel (APA) - Der Countdown für den neuen Eurogruppen-Präsidenten läuft. Der bisherige Vorsitzende der Währungsunion, Jeroen Dijsselbloem,...

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Brüssel (APA) - Der Countdown für den neuen Eurogruppen-Präsidenten läuft. Der bisherige Vorsitzende der Währungsunion, Jeroen Dijsselbloem, wird am morgigen Freitag die Namen der Kandidaten für seine Nachfolge bekannt geben. Die Frist dafür läuft heute Mittag aus, wird in einem Schreiben des Ratssekretariats bekräftigt.

„Minister, die sich als Kandidaten für den Präsidenten der Eurogruppe bewerben wollen, können das schriftlich bis heute, 30. November 2017, 12:00 Uhr machen“, heißt es in dem Schreiben. Darüber hinaus sollten die Kandidaten auch ihr Bewerbungsschreiben anfügen.

Die Eurogruppe werde dann Montag kommender Woche die Wahl des neuen Vorsitzenden durchführen. Zuvor seien die Kandidaten eingeladen, mündlich ihre Bewerbung zu bestätigen. Das Mandat für die Eurogruppen-Präsidentschaft läuft auf zweieinhalb Jahre.

Laut EU-Vertrag ist der Eurogruppen-Chef mit Mehrheit zu wählen. Die Wahlzettel würden vom Ratssekretariat während der Sitzung verteilt. Sollte keiner der Kandidaten die einfache Mehrheit (das sind mindestens zehn der 19 Finanzminister-Stimmen) erhalten, werde Dijsselbloem jeden einzelnen Kandidaten getrennt über die Zahl der erhaltenen Stimmen informieren. Diese Information werde nicht mit den anderen Kandidaten geteilt, wird in dem Schreiben des Ratssekretariats unterstrichen. Dann seien die Kandidaten aufgefordert, zu überlegen, ob sie in einem weiteren Wahlgang antreten oder ihre Bewerbung zurückziehen. Sobald ein Kandidat die einfache Mehrheit erhält, werde Dijsselbloem den Gewinner verkünden.

Die größte Parteifamilie in der Eurogruppe, die EVP, hatte tags zuvor erklärt, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen. Damit dürfte auch Österreichs geschäftsführender Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) aus dem Rennen sein. Die größten Chancen dürften die beiden sozialdemokratischen Finanzminister aus der Slowakei (Peter Kazimir) und Portugal (Mario Centeno) haben.


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