Referentin für Kindergarten in Tarrenz tritt zurück

Die Unstimmigkeiten bezüglich des neuen Kindergartenzentrums in Tarrenz zogen den Rücktritt der Kindergartenreferentin nach sich.

  • Artikel
  • Diskussion
© Dorn

Von Agnes Dorn

Tarrenz –Ein Gemeinderat, der den Neubau eines Kinderbetreuungszentrum mehrheitlich beschlossen hat, eine Gemeinderätin und Kindergartenreferentin, die den Beschluss nicht mittragen wollte, und eine Gruppe von Kindergartenpädagoginnen, die sich von ihr nicht angemessen vertreten fühlen und schriftlich ihre Absetzung forderten, führten zu einer recht emotionsgeladenen Auseinandersetzung bei der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Man wolle die ganze Geschichte vertuschen und sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Gemeinderat behandeln, so die Vorwürfe der Aktiven Liste Tarrenz, zu der auch die besagte Kindergartenreferentin Carolin Kropf gehört. Außerdem stecke hinter der Aufforderung nach Rücktritt, den die Kindergartenpädagoginnen unterzeichnet hatten, die Gemeinde­sekretärin, die den Brief aufgesetzt habe. Das stimme sicher nicht, erklären Bürgermeister Rudolf Köll, Gemeindesekretärin Martina Kuen und Kindergartenleiterin Ramona Hackl unisono. Weder habe die Gemeindesekretärin den Brief aufgesetzt noch der Bürgermeister diesen im Vorhinein gelesen, wie alle drei betonten. In dem Schreiben, das das Kindergartenteam an die Gemeinde gesandt hatte, wird von diesem eine neue „Vertretung“ des Kindergartens im Gemeinderat beantragt. „Eine Gemeindevertretung, die nicht hinter unserer pädagogischen Einrichtung steht, empfinden wir als unzumutbar“, wird als Begründung für die Neubestellung genannt. Dass die Ablehnung des geplanten Kinderbetreuungszentrums durch die Kindergartenreferentin der eigentliche Grund für den Streit ist, davon zeigt sich indes Listenführer Kilian Tangl von der Aktiven Liste Tarrenz überzeugt: „Caro ist nicht für das neue Projekt, deshalb soll sie zurücktreten.“ Das allein scheint aber nicht der einzige Grund zu sein, warum Kropf in ihrer Funktion nicht mehr gern gesehen wurde: „Der Kindergarten hat sich nicht betreut gefühlt“, vermutet Köll, und Hackl bestätigt: „Sie hat in ihrer Zeit als Kindergartenreferentin ein einziges Mal angerufen und sich nicht mal persönlich vorgestellt.“ Inzwischen hat das Kindergartenteam die Aufforderung zur Neubestellung einer Referentin zurückgezogen und Kropf ihren Rücktritt schriftlich bekannt gegeben. Sie empfinde es als „unzumutbar“, sich „weiterhin als Referentin für das Ressort Schule/Kindergarten zu engagieren und einzusetzen“. Für die weitere Zukunft würde sich zumindest der Dorfchef die Errichtung eines eigenen Bildungsausschusses wünschen, die gestiegenen Anforderungen würden dies ohnehin nahelegen, so Köll.


Kommentieren


Schlagworte