Große Erwartungen in die neue „Imst-Card“

Die Imster Touristiker beschlossen die Verdoppelung der Aufenthaltsabgabe, Daniel Federspiel entschuldigte sich.

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Über die Abgabenerhöhung wurde geheim abgestimmt.
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Von Hubert Daum

Mils –Einen ungewöhnlichen Start verzeichnete die Vollversammlung von Imst Tourismus in der Trofana in Mils: Im Punkt sieben der Tagesordnung wollte man darüber abstimmen, ob die Aufenthaltsabgabe ab Mai 2018 von 1 auf 2 Euro angehoben werden soll. „Es gab Gegenwind im Kreise der Vermieter, daher beantrage ich die Änderung dieses Punktes auf eine Erhöhung um 50 Cent“, holte sich Obmann Hannes Staggl die Zustimmung, „die Steigerung auf zwei Euro wird dann erst ab 1. Jänner 2019 schlagend.“

Der Grund dafür sei die Einführung der neuen „Imst-Card“, die eben viel Geld koste, aber auch gleichzeitig viele zusätzliche Leistungen wie die Benützung der Area 47, Geocaching und sogar den vergünstigten Besuch der Kristallwelten beinhalte. Man setze in dieses Novum große Hoffnungen, das die Vollversammlung auch in der Abstimmung überwältigend goutierte.

Eine positive Entwicklung des vergangenen Tourismusjahres konnte der neue Geschäftsführer Thomas Köhle präsentieren: „Die Nächtigungen in der Sommersaison, die ja in unserem Verband zwei Drittel ausmachen, konnten wir um 0,9 Prozent steigern. Der Winter weist sogar ein Plus von 4,8 Prozent auf und die Ankünfte stiegen um über acht Prozent. Wir liegen gesamt über dem Tirolschnitt.“ Man werde den Säulen Familien, Outdoor und Kultur treu bleiben und darüber hinaus das Thema Wasser forcieren.

Viel versprechen sich die Touristiker vom Starkenberger Panoramaweg, der aus Sicht der Planung und Genehmigungen in trockenen Tüchern ist. Staggl: „Der 52 Kilometer lange Wanderweg vom Fernpass nach Schloss Landeck ist mit 220.000 Euro budgetiert und wird im Sommer 2018 fertig sein.“ Generell seien im nächsten Jahr im 2,7-Millionen-Budget Investitionen in der Höhe von 1,7 Millionen Euro geplant.

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Der Aufsichtsratsvorsitzende Josef Huber zeigte sich empört über die Kritik rund um die Causa Federspiel: „Wir nahmen nur das Recht in Anspruch, den Sponsorvertrag so nicht mehr zu verlängern.“ Der anwesende Federspiel: „Sollte ich mit meinem Posting Negatives bewirkt haben, möchte ich mich dafür entschuldigen.“


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