Verkehr bei Kufsteiner Gemeindeversammlung im Mittelpunkt

Eines der Hauptthemen bei der Kufsteiner Gemeindeversammlung war die große Verkehrsbelastung.

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Von Wolfgang Otter

Kufstein –Das Thema Verkehr dominierte auch die Anfragen bei der öffentlichen Gemeindeversammlung in Kufstein am Mittwochabend im Theatersaal des Kultur Quartiers. Wie Bürgermeister Martin Krumschnabel mitteilte, ist man derzeit dabei, ein Verkehrsgutachten ausarbeiten zu lassen.

„Es geht darum, dass wir überprüfen lassen, was wir innerstädtisch machen können, damit der Verkehr flüssiger wird“, sagte der Stadtchef. „Ich hoffe, dass irgendwelche Maßnahmen möglich sind, weil selbst wenn die Vignettenpflicht auf der Autobahn bis zur Staatsgrenze aufgehoben wird, aber die Grenzkontrollen nicht, könnten es passieren, dass die Autofahrer noch immer nicht die Autobahn benutzen.“ Aber das sei nur der Plan B. Krumschnabel ist zuversichtlich, dass Kufstein aus der Vignettenpflicht befreit wird.

„Uns ist zugesichert worden, dass das ein Teil der Regierungsverhandlungen wird. Die Zusage von Minister Andrä Rupprechter war eindeutig, auch NR Carmen Schimanek hat sich immer bemüht, sie hat jetzt sicher einen besseren Hebel.“ Eines schloss Krumschnabel aber aus: „Wir bauen keine neuen Straßen.“ Zweites Thema bei den Anfragen war der drohende Ärztenotstand durch Pensionierungen von Medizinern: „Wir haben schon fast so etwas wie Prämien ausgesetzt. So ist es uns gelungen, einen Praktiker und Kinderarzt in die Stadt zu bringen.“ Was die zweite Vertragsstelle für einen Allgemeinmediziner anbelangt, gibt es derzeit keine Interessierten, „obwohl wir etwas dazuzahlen würden“, sagt Krumschnabel. Das Problem sei österreichweit, „und kann von uns isoliert nicht gelöst werden“.

Neben einem Rückblick auf die großen Bauprojekte und die bekannten Zukunftsprojekte hatte der Bürgermeister für die Zuhörer einige Zahlen parat: Kufstein hat derzeit 20.892 Einwohner (1580 davon im Nebenwohnsitz). Davon sind 51,7 Prozent weiblich, 48,3 Prozent männlich. 15.015 Kufsteiner haben die österreichische Staatsbürgerschaft, 1611 die deutsche, 919 die türkische, insgesamt leben 2464 Nicht-EU-Bürger in der Festungsstadt. Was die Religion anbelangt, sind knapp 47 Prozent römisch-katholisch, 13,2 islamischen Glaubens, um die größten zu nennen. In Kufstein erblickten 2016 1045 Babys das Licht der Welt. In der Hitparade der beliebtesten Mädchennamen siegte Anna (18), vor Emma (17); bei den Buben Alexander (17) vor David (16) und Elias (12).

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