Papst setzt Reise in Bangladesch fort

Dhaka/Yangon (Rangun) (APA/dpa/AFP) - Nach Abschluss seiner Myanmarreise ist Papst Franziskus am Donnerstag nach Bangladesch weitergereist. ...

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Dhaka/Yangon (Rangun) (APA/dpa/AFP) - Nach Abschluss seiner Myanmarreise ist Papst Franziskus am Donnerstag nach Bangladesch weitergereist. Dabei überflog er die Rohingya-Flüchtlingslager im Süden Bangladeschs. Vom Flugzeug aus war die Gegend zu sehen, in der sich eine der größten Flüchtlingskrisen der Welt abspielt.

Franziskus steht in der Kritik, weil er sich auf seiner Reise bisher nicht direkt zum Konflikt um die aus Myanmar geflohenen Rohingya geäußert hat und kein Besuch in einem der Lager angesetzt ist. Das Katholiken-Oberhaupt hatte in Myanmar zur „Achtung jeder Volksgruppe“ aufgerufen, die Rohingya aber nicht explizit genannt.

Nach einem Besuch des Nationalen Märtyrerdenkmals und des Bangabandhu Memorial Museums, der früheren Residenz des Staatsgründers Sheikh Mujibur Rahman, wird der Pontifex von Bangladeschs Staatspräsident Abdul Hamid in der Hauptstadt Dhaka empfangen. Anschließend wird das Katholiken-Oberhaupt eine Ansprache vor Vertretern von Regierung und vor Diplomaten halten.

Mit Spannung wird erwartet, ob Franziskus sich nach dem Besuch in Myanmar direkter gegen die Gewalt gegen die muslimischen Rohingya ausspricht. Seit August sind mehr als 620.000 Menschen vor Gewalt von Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen, wo sie unter notdürftigsten Umständen leben. Bei seinem dreitägigen Aufenthalt in Dhaka ist am Freitag ein interreligiöses Treffen angesetzt, bei dem Rohingya dabei sein sollen.

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Bangladesch ist eines der ärmsten Länder der Welt. Von den mehr als 160 Millionen Einwohnern des muslimischen Landes sind nur 0,24 Prozent Katholiken. Nach Papst Johannes Paul II. ist Franziskus das zweite Katholiken-Oberhaupt, das Bangladesch besucht.


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