Wörgler Stadtchefin kritisiert die RoLa

Für Bürgermeisterin Wechner ist die Rollende Landstraße Auslöser für das „wilde“ Lkw-Parken im Wörgler Gewerbegebiet.

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Von Wolfgang Otter

Wörgl –„Die RoLa ist unser Problem“, reagiert die Wörgler Bürgermeisterin Hed­i Wechner auf die jüngsten Aussagen von Transitforum-Chef Fritz Gurgiser betreffend das Lkw-Parkchaos im Wörgler Gewerbegebiet (die TT berichtete). Laut Gurgiser trage Wörgl durch die Ansiedlung „von verkehrserzeugenden Betrieben“ im Gewerbe­gebiet selbst Schuld, dass nun die Nordumfahrung von Schwerfahrzeugen verparkt wird. Daher habe die Stadt eine „sehr große Eigenverantwortung, den gesetzlichen Zustand des illegalen Zuparkens hintanzuhalten“.

Im Gewerbegebiet befindet sich auch ein Terminal, an dem die Lkw auf die Rollende Landstraße (RoLa) verladen werden. „Ich habe auf das Problem bereits bei Einführung des sektoralen Fahrverbots hingewiesen“, sagt BM Wechner. Bekanntlich ist es für Lkw trotz Fahrverbots möglich, Wörgl-West für die RoLa anzufahren. „Ankommende Lkw warten vor einem leeren Parkplatz der RoLa, der geschlossen ist. Hinter vorgehaltener Hand wird berichtet, dass man die ankommenden Transporter wegen einer zu geringen Anzahl an Sanitäranlagen nicht hineinfahren lassen will“, kritisiert BM Wechner. „Was außerhalb des RoLa-Geländes passiert, in­teressiert die Herren nicht“, ärgert sich die Stadtchefin und fügt bei: „Die ansässigen Firmen verfügen über von der Behörde genehmigte Parkplätze. Die RoLa unterliegt dem Eisenbahngesetz, alle Verfügungen werden vom Ministerium getroffen.“

Was nun den Vorschlag von LHStv. Ingrid Felipe angeht, die bauliche Maßnahmen am Straßenrand angeregt hatte, glaubt Wechner nicht an deren Wirkung. Und zum Vorschlag Gurgisers, mit Security das Parkverbot zu kontrollieren, meint sie: „Wer soll das bezahlen?“ Bei den ÖBB weist man jegliche Schuld am Lkw-Parkchaos zurück. Wie aus der Presseabteilung zu erfahren ist, werde der ausreichend große Parkplatz für wartende RoLa-Kunden frühzeitig geöffnet. „Unsere RoLa-Kunden sind nicht die illegalen Parker“, hieß es seitens der ÖBB. Auch Gurgiser sieht keinen Zusammenhang mit der R­oLa. Wobei für ihn ein solcher Standort im Luftsanierungsgebiet falsch sei.

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