Zeiler: ÖVP hat den Nerv einfach besser getroffen

Lech – Medienmanager und Sozialdemokrat Gerhard Zeiler sieht die kommende schwarz-blaue Regierung pragmatisch. Im Gespräch mit Hans-Peter Si...

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© pro media kommunikation gmbh/APA

Lech –Medienmanager und Sozialdemokrat Gerhard Zeiler sieht die kommende schwarz-blaue Regierung pragmatisch. Im Gespräch mit Hans-Peter Siebenhaar, dem Präsidenten der Auslandspresse in Wien, verriet er beim diesjährigen Mediengipfel in Lech am Donnerstag, warum man sich vor einer schwarz-blauen Regierung nicht fürchten müsse.

Die ÖVP habe den Nerv der Bevölkerung einfach getroffen. Es gebe viele Menschen, denen es nicht gut gehe, und auch solche, die sich um die Zukunft ihrer Kinder sorgten oder sich vor „kultureller Überfremdung“ fürchteten. Diese Ängste habe die ÖVP gut ansprechen können.

Aber: „Dass ich mir eine andere Regierung als schwarz-blau wünschen würde, ist kein Geheimnis“, betonte Zeiler. Nun liege es an Kurz zu zeigen, wie Österreich neue Wege gehen solle. Dabei richtete der „Sozialdemokrat bis zum letzten Tag“ auch kritische Worte an seine eigene Partei: Es nütze nichts, den Status quo aufrechtzuerhalten. Die SPÖ habe immer dann Wahlen gewonnen, wenn sie gesagt habe: „Wir wollen verändern. Wir wollen reformieren. Und gleichzeitig den sozialen Aspekt hochhalten.“ Bruno Kreisky etwa habe seine erste Wahl mit dem Programm „Leistung, Aufstieg, Sicherheit“ gewonnen.

Zeiler warnte jedoch die künftige Regierung davor, den ORF zu zerschlagen. „Der ORF ist das einzige Leitmedium Österreichs. Wenn man den ORF zerstört, dann gibt es kein Leitmedium.“ Aber der ORF müsse aus seiner Sumoringer-Bürokratie heraus und in Digital investieren, riet der ehemalige ORF-Generalintendant dem Unternehmen. (Mirijam Haller, Jakob Lorenzi, APA)

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