Poker-König soll halbe Milliarde zahlen

Wien – Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat einen Einspruch von „Poker-König“ Peter Zanoni gegen die Zahlung der Glücksspielabgabe abgewies...

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Wien –Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat einen Einspruch von „Poker-König“ Peter Zanoni gegen die Zahlung der Glücksspielabgabe abgewiesen, schreibt die Presse. Damit werde die Zahlung der Abgabe fällig. „Allein für die vier Monate Jänner bis April 2011, die für die Revision herangezogen wurden, sind es zwölf Mio. Euro“, sagte Zanoni. Aber „ich kann und will nicht zahlen“.

Zanoni hat nach Angaben der Zeitung „die EU“ angerufen und will bis zum Europäischen Gerichtshof (EuGH) gehen. Er schätzt, dass sich die geschuldete Glücksspielabgabe inzwischen auf eine halbe Milliarde Euro beläuft. Im Fall einer Exekution der Forderungen droht dem Unternehmen wohl das Aus.

Der mit Abstand größte österreichische Poker-Betreiber hat bereits erfolglos einen Rechtsstreit um die Vorschreibung der Kriegsopferabgabe und der Vergnügungssteuer in Vorarlberg geführt. Dabei ging es über einen Zeitraum von 2009 bis 2014 um jeweils 30 Mio. Euro.

Laut Höchstgericht ist die Steuer bei jedem einzelnen Spieleinsatz fällig. Zanonis CBA Spielapparate- und Restaurationsbetriebs GmbH ging 2016 in Konkurs.

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Laut Firmenbuch habe die CBA ein negatives Eigenkapital von 313,172 Mio. Euro. Auch die Montesino Entertainment Group GmbH, über die die Pokersalons nun laufen, weise 2016 ein negatives Eigenkapital von 83,742 Mio. Euro aus. Auch da argumentiere die Firma mit der Glücksspielabgabe – alleine für 2016 seien es 55,231 Mio. Euro. (APA)


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