Tirol-Wahl: Haselwanter-Schneider will Liste Fritz-Spitzenkandidatur

Innsbruck (APA) - Wie erwartet bewirbt sich die Klubobfrau der oppositionellen Liste Fritz, Andrea Haselwanter-Schneider, um die Spitzenkand...

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Innsbruck (APA) - Wie erwartet bewirbt sich die Klubobfrau der oppositionellen Liste Fritz, Andrea Haselwanter-Schneider, um die Spitzenkandidatur bei der Tiroler Landtagswahl am 25. Februar. Sie soll am Samstag beim „Bürgertag“ der Liste zur Frontfrau gewählt werden, hieß es am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Auch Liste Fritz-Gründer Fritz Dinkhauser will im Wahlkampf - wie angekündigt - kräftig mitmischen.

Rund 100 Delegierte sollen die 49-Jährige bei der Versammlung in der Villa Blanka zur Spitzenkandidatin wählen. Eine Gegenkandidatur ist zwar noch möglich, Haselwanter-Schneider rechnet aber nach eigenen Angaben nicht damit. Auf eine angestrebte Prozentzahl bei ihrer Kür wollte sich die Klubobfrau indes nicht festlegen.

Sehr wohl festlegen wollten sich Haselwanter-Schneider und Dinkhauser hinsichtlich ihres Wahlzieles für die Landtagswahl. Ziel sei eine Verdoppelung der derzeit zwei Mandate, wurde einmal mehr betont. In den Wahlkampf ziehe man mit einer „klaren Oppositionsansage“. Eine Regierungszusammenarbeit mit der ÖVP schlossen die beiden Politiker erneut aus. Und eine Regierung ohne Volkspartei werde es wohl nicht geben, machte sich die Liste Fritz-Spitze diesbezüglich keine Hoffnungen.

Haselwanter-Schneider sieht die kleinste Oppositionspartei jedenfalls im Aufwind - und führt dies auf die kürzlich stattgefundene Volksbefragung zu Olympischen Winterspielen 2026 in Tirol zurück, bei der die Bevölkerung mehrheitlich mit „Nein“ stimmte. Die Liste Fritz trat als einzige Partei vehement gegen Olympia 2026 auf. „Diesen Schwung wollen wir mitnehmen in die Landtagswahl“, nahm sich Haselwanter-Schneider vor. Man sei schließlich viel mit den Bürgern in Kontakt gewesen und gehe davon aus, dass diese das Engagement der Liste in dieser Frage auch bei ihrer Entscheidung im Februar mitberücksichtigen bzw. „nicht vergessen“ werden.

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„Das war ein emotionaler Sieg“, blickte auch Obmann Dinkhauser auf die Olympia-Entscheidung zurück. Dies werde von der von ihm 2008 vor der Landtagswahl gegründeten Liste auch einmal „geschichtlich hängen bleiben“ - genauso wie die Aufklärungsarbeit beim Thema Agrargemeinschaften. Letzteres bezeichnete er als das „Highlight“ von bald zehn Jahren Liste Fritz.

„Ich bin voll da, mit mir müssen sie rechnen“, richtete Dinkhauser den politischen Gegner schon einmal aus. Für den Landtag kandidiert der 77-Jährige zwar - wie schon 2013 - nicht mehr, aber er werde sich in die Schlacht werfen und Haselwanter-Schneider unterstützen. Über diese zeigte er sich voll des Lobes und legte sie den Delegierten quasi wärmstens ans Herz. Die Liste Fritz sei das „Salz in der Suppe“ der Tiroler Landespolitik und das „stabile Element“.

„Wir sind die Alternative für alle von den anderen Parteien Enttäuschten und für die Nichtwähler“, rührte Haselwanter-Schneider schon kräftig die (Wahl-) Werbetrommel. Zudem stelle man die einzig wirkliche Opposition dar, denn die SPÖ sei in dieser Rolle nach fünf Jahren immer noch nicht angekommen und die FPÖ scharre schon in den Startlöchern für eine Regierungsbeteiligung. Im Wahlkampf wolle man vor allem auf das Kontrollthema, die Sozial- sowie die Umweltpolitik setzen.

Ein Antreten bei der Innsbrucker Gemeinderatswahl am 22. April ließen Haselwanter-Schneider und Dinkhauser übrigens offen. Dies hänge vom Ergebnis in der Landeshauptstadt bei der Landtagswahl ab. Mehr als sieben Prozent sollten es in Innsbruck am 25. Februar jedenfalls schon sein.


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