Londoner Bürgermeister: Trump in Großbritannien nicht erwünscht

London/Washington (APA) - Nachdem US-Präsident Donald Trump mit Twitter-Nachrichten für einen diplomatischen Eklat mit Großbritannien sorgte...

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London/Washington (APA) - Nachdem US-Präsident Donald Trump mit Twitter-Nachrichten für einen diplomatischen Eklat mit Großbritannien sorgte, hat sich nun auch der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan mit deutlicher Kritik zu Wort gemeldet. Es müsse nun klar sein, dass jeder offizielle Besuch des US-Präsidenten in Großbritannien nicht erwünscht sei, schrieb Khan am Donnerstag in dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Trump habe Twitter verwendet, um eine abscheuliche, extremistische Gruppe zu fördern, die ausschließlich dazu da sei, Spaltung und Hass in unserem Land zu fördern, schrieb Kahn weiter. Es ist nicht der erste Schlagabtausch der beiden Politiker. Zuletzt sorgte Trumps Kritik an dem muslimischen Bürgermeister nach den Anschlägen in der britischen Hauptstadt Anfang Juni für Unmut auf der Insel. Der US-Präsident hatte erklärt, Khan nehme die terroristische Bedrohung nicht ernst. Der Londoner Bürgermeister sprach sich daraufhin gegen den geplanten Staatsbesuch des US-Präsidenten in Großbritannien aus.

Die britische Premierministerin Theresa May hatte Trump bei ihrem Washington-Besuch im Jänner, nur wenige Tage nach seiner Amtseinführung als Präsident, nach London eingeladen. Da bisher nach offiziellen Angaben kein Termin gefunden wurde, soll der Besuch 2018 stattfinden.

Trump hatte am Mittwoch (Ortszeit) drei islamfeindliche Videos geteilt, die auch von der rechtsextremistischen Gruppierung „Britain First“ verbreitet und mit islamfeindlichen Texten unterlegt worden waren. Seine Aktion war in Großbritannien auf sehr scharfe Kritik gestoßen. Trump hat rund 44 Millionen Follower auf Twitter.

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