Missstände in Wohngemeinschaft - ÖVP Burgenland kritisiert Darabos

Eisenstadt (APA) - Die ÖVP Burgenland hat am Freitag angesichts eines Berichts über Missstände in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft...

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Eisenstadt (APA) - Die ÖVP Burgenland hat am Freitag angesichts eines Berichts über Missstände in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft im Bezirk Neusiedl am See ein Statement von Landesrat Norbert Darabos (SPÖ) urgiert. Klubobmann Christian Sagartz (ÖVP) und der Zweite Landtagspräsident Rudolf Strommer (ÖVP) forderten Konsequenzen, sollte sich bestätigen, dass Missstände seit eineinhalb Jahren bekannt seien.

Volksanwalt Günther Kräuter habe am Donnerstag auch im Landtagsausschuss „schwere Vorwürfe wegen inakzeptabler Zustände“ bezüglich der Einrichtung erhoben, sagte Strommer. „Wenn bekannt war, dass jüngere Kinder von älteren sexuell misshandelt und belästigt wurden, dann müssen alle, die davon gewusst haben, zur Verantwortung gezogen werden“, forderte der ÖVP-Politiker.

„Der zuständige Landesrat soll sich endlich äußern“, verlangte Sagartz in Richtung Soziallandesrat Darabos. Es brauche einen Aktionsplan, der in Kraft trete, sobald Verdachtsmomente aufkommen. „Es geht darum, dass das Land Burgenland konsequent und sehr professionell bei Problemfällen agiert.“ Dies sei, wie die Volksanwaltschaft bewiesen habe, sei „nicht in allen Fällen gewährleistet“, stellte Sagatz fest.

Die zuständigen Behörden und Politiker sollten „Fakten auf den Tisch legen“. Es gelte, nachzuforschen, ob Systemversagen oder ein bedauerlicher Einzelfall vorliege. Die von den verantwortlichen Behörden geäußerte Betroffenheit sei ihm „zu wenig“, sagte der Klubobmann. Die ÖVP werde im Landtag zu dem Thema eine Anfrage einbringen.

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