Bericht: Mindestens 800 Zivilisten bei Luftangriffen auf IS getötet

In einem Bericht der US-geführten Koalition wird die Verantwortung für die Tötung von mehr als 800 Zivilisten durch Luftangriffe auf IS-Stellungen seit 2014 übernommen. Unabhängige Beobachter gehen von knapp 6000 Toten aus.

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US-Kampfjets fliegen Luftschläge gegen den IS. (Archivbild)
© DOD/DVIDS

Bagdad - Bei Luftangriffen auf die Extremistenmiliz IS (Daesh) im Irak und in Syrien sind nach Angaben der US-geführten Koalition seit 2014 mindestens 800 Zivilisten getötet worden. Die am Donnerstag veröffentlichte Zahl liegt deutlich unter den Angaben von Beobachtergruppen: Airwars geht zum Beispiel von mindestens 5961 getöteten Zivilisten aus.

„Wir stehen weiter zu der Verantwortung für Handlungen, bei denen unbeabsichtigt Zivilisten getötet oder verletzt worden sein könnten“, hieß es in dem Bericht. Untersucht würden weitere 695 mögliche Fälle von August 2014 bis Oktober 2017. In diesem Zeitraum seien mehr als 28.000 Angriffe auf IS-Ziele geflogen worden. (APA/Reuters)


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