Terra Firma stellt Solarkraftwerke zum Verkauf - Insider

Mailand/London (APA/Reuters) - Der italienische Solarmarkt könnte nach dem Ende der staatlichen Förderung in Bewegung kommen. Der Finanzinve...

  • Artikel
  • Diskussion

Mailand/London (APA/Reuters) - Der italienische Solarmarkt könnte nach dem Ende der staatlichen Förderung in Bewegung kommen. Der Finanzinvestor Terra Firma will sich laut Insidern von den in der RTR Rete Rinnovabile gebündelten Solar-Aktivitäten trennen. Der Milliarden-Deal könnte im Jänner über die Bühne gehen und ein Schritt zur Konsolidierung des fragmentierten Marktes sein, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Nach Angaben der Insider wird der Wert von RTR auf 1,0 bis 1,2 Mrd. Euro geschätzt. RTR ist nach eigenen Angaben Italiens größter Solarkraftwerksbetreiber mit 132 Anlagen und rund 330 Megawatt installierter Leistung. Terra Firma hatte die Anlagen ab 2011 von diversen Firmen zusammengekauft so etwa vom italienischen Netzbetreiber Terna, Erg und der französischen EDF.

Den Insidern zufolge arbeitet Terra Firma bereits seit neun Monaten mit Beratern, um RTR fit für den Verkauf zu machen. UniCredit, JPMorgan and Jefferies seien mandatiert worden.

Einige Interessenten hätten bereits ein Auge auf RTR geworfen. So könnte wohl EF Solare Italia ein möglicher Käufer sein, ein Gemeinschaftsunternehmen des größten italienischen Versorgers Enel und der Infrastrukturgesellschaft F2i, sagten Insider. Aufgrund deren Größe könnten RTR und EF Solare einen der führenden Solarkraftwerks-Betreiber in Italien schmieden. „Es wird erwartet, dass auch Kanadische Pensionsfonds und chinesische Investoren Interesse anmelden werden.“

Andere Interessenten seien Investmentfirmen wie Quercus Tages wie auch die italienische Erg, sagte ein anderer Insider.

Terra Firma, Quercus, Erg and Tages wollten keine Stellungnahme abgeben. Enel hatte in der Vergangenheit erklärt, sich im Bereich erneuerbare Energien nach Zukäufen umzusehen.

RTR setzte 2016 rund 146 Mio. Euro um und verdiente 120 Mio. Die Verschuldung lag bei rund 900 Mio. Euro.


Kommentieren