Frankfurter Rentenmarkt tendiert nach Inflationsdaten befestigt

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Donnerstag im Kurs gestiegen. Nach einer zunächst schwächeren Tendenz erhi...

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Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Donnerstag im Kurs gestiegen. Nach einer zunächst schwächeren Tendenz erhielten Staatsanleihen Auftrieb durch neue Inflationsdaten aus dem Euroraum. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg gegen Mittag um 0,06 Prozent auf 162,70 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel auf 0,38 Prozent.

Der stärkste Impuls für den Anleihemarkt kam von Inflationszahlen aus dem Währungsraum. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat zog die Teuerung im November zwar an, allerdings nicht so stark wie erwartet. Zudem verharrte die Kerninflation auf 0,9 Prozent.

„Der Preisdruck enttäuscht und ist weiterhin auf einem von der EZB als zu gering bewerteten Niveau“, kommentierten Analysten der Landesbank Hesssen-Thüringen. Das Preisziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent wird seit Jahren unterschritten.

Auch im Nachmittagshandel dürften Inflationsdaten den Ton angeben. In den USA wird das von der US-Notenbank Fed präferierte Inflationsmaß PCE erwartet. Wie in Europa bewegt sich die Teuerung in den Vereinigten Saaten auf einem verglichen mit früheren Aufschwüngen geringen Niveau.

Am Kassamarkt sind die Kurse deutscher Staatsanleihen am Donnerstag leicht gesunken. Die Umlaufrendite stieg im Gegenzug von 0,20 Prozent am Vortag auf 0,21 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank mitteilte.

Es gab 64 Verlierer mit Kursabschlägen von bis zu 0,19 Prozentpunkten. Dem standen zwei Gewinner mit Kursaufschlägen von bis zu 0,40 Prozentpunkten gegenüber. Unterm Strich verkaufte die Bundesbank Anleihen in einem Volumen von 0,1 Millionen Euro.

Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 141,23 Punkte. Diesen Index berechnet die Deutsche Börse auf Basis der Kassakurse ausgesuchter Anleihen.


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