VGT pocht auf Behandlung des Gatterjagdverbots im NÖ Landtag

St. Pölten (APA) - Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) fordert das in Aussicht gestellte Verbot der Gatterjagd in Niederösterreich ein. Die ...

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St. Pölten (APA) - Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) fordert das in Aussicht gestellte Verbot der Gatterjagd in Niederösterreich ein. Die Landtagssitzung am 14. Dezember sei die allerletzte Möglichkeit für einen Beschluss, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag, während sich Obmann Martin Balluch und 30 Aktivisten im Landhaus in St. Pölten einfanden.

Man werde hingehalten, verwiesen die Tierschützer darauf, sich seit Monaten um einen Termin beim zuständigen LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) oder bei Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) zu bemühen. „Es kann doch nicht sein, dass die Landesregierung ein Verbot ankündigt und dann einfach unter den Tisch fallen lässt“, meinte Balluch.

Das Geschäftsstück zur Änderung des Jagdgesetzes, das auch das Thema der umfriedeten Eigenjagdgebiete enthält, werde bei der Ausschusssitzung am kommenden Donnerstag auf die Tagesordnung gesetzt, teilte der ÖVP-Landtagsklub dazu am Donnerstag mit. Bei den bisherigen Diskussionen hätten sich noch offene Punkte ergeben, wie zum Beispiel bei den Übergangs- und Nachfolgeregelungen und bei Wildschadensverfahren.

„Daher werde ich dem Ausschuss vorschlagen, einen Antrag zu beschließen, wonach die Landesregierung eine Begutachtung zur Änderung des Jagdgesetzes durchführen möge“, erklärte LAbg. Manfred Schulz, Obmann des Landwirtschaftsausschusses. „Wir gehen davon aus, dass nach Durchführung des Begutachtungsverfahrens und Aufarbeitung der Ergebnisse der Gesetzesentwurf zur Änderung des Jagdgesetzes für die erste Arbeitssitzung des neu gewählten Landtages vorbereitetet wird“, so Schulz.

Wie Pernkopf im Mai zum angedachten Zeithorizont für die Umsetzung des Verbots erläutert hatte, umfassen die 71 bestehenden umfriedeten Eigenjagdgebiete im Bundesland eine Fläche von rund 23.500 Hektar. Daher wolle man die Jagdgatter bis zum Jahr 2029, dem Ende der nächsten Jagdperiode, auslaufen lassen. Diese Frist sei praktisch und rechtlich notwendig, um Schadenersatzzahlungen hintanzuhalten.


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