Zehntausende Anhänger der Houthi-Rebellen versammelten sich in Sanaa

Sanaa (APA/AFP) - Nach blutigen Auseinandersetzungen mit ihren Verbündeten haben sich am Donnerstag Zehntausende Unterstützer der Houthi-Reb...

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Sanaa (APA/AFP) - Nach blutigen Auseinandersetzungen mit ihren Verbündeten haben sich am Donnerstag Zehntausende Unterstützer der Houthi-Rebellen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa versammelt. Bei ihrer Machtdemonstration folgten die Menschen einem Aufruf des Rebellenführers Abdul Malik al-Houthi zum Geburtstag des Propheten Mohammed.

Am Vortag waren bei Auseinandersetzungen zwischen den verbündeten Rebellengruppen in Sanaa 14 Menschen getötet worden. Der Konflikt weckte Befürchtungen, innerhalb der Rebellenallianz könne es zu einem Wiederaufflammen der Gewalt kommen.

In der Nacht scheiterten nach Angaben von Verhandlungsteilnehmern Gespräche zwischen der politischen Führung der Houthi-Rebellen um Saleh al-Sammad und den Rebellen des gestürzten Staatschefs Ali Abdullah Saleh. Bei den am Mittwoch getöteten Rebellen handelte es sich nach Angaben von Ärzten um neun Houthi-Rebellen und fünf Anhänger des ehemaligen Präsidenten. Der Vorfall hatte sich in der Nähe der Saleh-Moschee in Sanaa abgespielt.

Im Jemen kämpfen seit 2014 schiitische Houthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Militäreinheiten des gestürzten Staatschefs Saleh gegen Truppen des international anerkannten Präsidenten Abd Rabbu Mansour Hadi. 2015 griff ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis zugunsten von Hadi in den Konflikt ein. Saleh stützt sich auf schiitische Rebellen und mit ihm verbündete Militäreinheiten, die Sanaa und den Nordjemen kontrollieren.

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Der Krieg im Jemen hat laut UNO die „schlimmste humanitäre Krise der Welt“ ausgelöst. Sieben Millionen Menschen stehen demnach kurz vor einer Hungersnot, insgesamt leiden 17 Millionen Menschen unter einer unsicheren Ernährungslage.


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