Macron: Derzeit kein Einsatz von Soldaten oder Polizei in Libyen

Accra (APA/Reuters) - Frankreich plant nach Angaben von Präsident Emmanuel Macron derzeit keinen Einsatz von Soldaten oder Polizisten gegen ...

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Accra (APA/Reuters) - Frankreich plant nach Angaben von Präsident Emmanuel Macron derzeit keinen Einsatz von Soldaten oder Polizisten gegen Schlepperbanden in Libyen. Nach einem Libyen-Krisentreffen sagte Macron am Donnerstag in der ghanesischen Hauptstadt Accra, dass die libysche Regierung eng mit der Afrikanischen Union zusammenarbeiten wolle.

„Es ist in diesem Stadium von Frankreich keine Entsendung von Soldaten und Polizisten vorgesehen“, sagte Macron. Am Vorabend hatten Macron und weitere Regierungschefs aus Europa und Afrika am Rande des EU-Afrika-Gipfels in Abidjan einen Aktionsplan vereinbart, mit dem in Libyen gestrandeten afrikanischen Migranten geholfen werden soll. Hintergrund sind Berichte, nach denen Migranten in Libyen von Milizen misshandelt und teilweise wie Sklaven verkauft würden.

Macron verwies darauf, dass Frankreich militärisch bereits in Mali, Niger und Tschad aktiv sei, auch um gegen Schlepperbanden zu kämpfen. Frankreich hatte sich 2011 an der militärischen Intervention zum Sturz des libyschen Machthaber Muammar Gaddafi beteiligt. Das österreichische Bundesheer und die deutsche Bundeswehr sind derzeit am Einsatz in Mali beteiligt, um der dortigen Regierung gegen islamistische Extremisten zu helfen und französische Truppen zu entlasten.


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