Prozess gegen tschetschenische Schutzgelderpresser-Bande in Wien

Wien (APA) - Am Freitag wird am Wiener Landesgericht der Prozess gegen acht Tschetschenen eröffnet, die eine Erpresser-Bande gebildet haben ...

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Wien (APA) - Am Freitag wird am Wiener Landesgericht der Prozess gegen acht Tschetschenen eröffnet, die eine Erpresser-Bande gebildet haben sollen. Die Anklage legt den Männern zur Last, einen Friseur in Floridsdorf seit Jänner 2017 zum Zahlen von Schutzgeld gezwungen zu haben. Von einem Arzt sollen sie die Behandlung von Schuss- und Stichwunden der Bandenmitglieder und zusätzlich 50.000 Euro verlangt haben.

Den Männern im Alter von 27 bis 40 Jahren wird auch ein Brandanschlag auf eine Pizzeria im Stadtzentrum von Hollabrunn im heurigen Frühjahr zugeschrieben. Um die Versicherungssumme in Höhe von 250.000 Euro zu kassieren, sollen sie am 13. März eine Explosion herbeigeführt haben. Dazu sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen, erklärte auf APA-Anfrage Friedrich Köhl, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, die die Ermittlungen leitet. Dieses Faktum ist daher noch nicht prozessgegenständlich. Der Prozess, der unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfindet, ist vorerst bis Mitte Dezember anberaumt.


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