Genfer Syrien-Gespräche werden bis 15. Dezember verlängert

Die Genfer Gespräche sind bereits die achte Auflage der Verhandlungen über eine diplomatische Lösung des seit sechs Jahren tobenden Bürgerkriegs mit Hunderttausenden Toten

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Die achte Verhandlungsrunde in Genf soll bis 15. Dezember andauern.
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Genf – Die Genfer Syrien-Friedensgespräche gehen in die Verlängerung. Die Vereinten Nationen teilten am Donnerstag mit, die am Dienstag begonnene achte Verhandlungsrunde solle bis zum 15. Dezember andauern. Es sei allerdings möglich, dass die syrische Regierungsdelegation zu Konsultationen und „zur Erfrischung“ für einige Tage nach Damaskus zurückkehre.

Der wichtigste Punkt der Verhandlungen, die Zukunft des syrischen Machthabers Bashar al-Assad, sei bisher nicht angesprochen worden, sagte UNO-Vermittler Staffan de Mistura.

Verfassung für Syrien im Mittelpunkt der Gespräche

Der UNO-Diplomat pendelt bei den Verhandlungen zwischen den in unterschiedlichen Räumen untergebrachten Delegationen von syrischer Opposition und Regierung hin und her. Nach seinen Worten konzentrieren sich die Gespräche auf Fragen einer Verfassung für Syrien sowie um von den Vereinten Nationen überwachte Parlaments-und Präsidentenwahlen. Zudem würden zwölf „Kern-Prinzipien“ verhandelt, zu denen de Mistura keine genaueren Angaben machen wollte.

Die Genfer Gespräche sind bereits die achte Auflage der Verhandlungen über eine diplomatische Lösung des seit sechs Jahren tobenden Bürgerkriegs mit Hunderttausenden Toten. Ein Durchbruch wird angesichts der tiefen Gräben zwischen den Positionen von Regierung und Opposition in Syrien nicht erwartet. Die Regierung in Damaskus hatte zuletzt verlangt, die Opposition müsse ihren bewaffneten Widerstand beenden. (APA/Reuters)


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