Neue Charity-Galerie von Birgit Lauda zeigt und fördert Frauen

Wien (APA) - Die zweite Ausstellung ist Programm: Birgit Lauda zeigt ab morgen, Samstag, zeitgenössische Kunst von Frauen. Esther Stocker, G...

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Wien (APA) - Die zweite Ausstellung ist Programm: Birgit Lauda zeigt ab morgen, Samstag, zeitgenössische Kunst von Frauen. Esther Stocker, Gerlind Zeilner, Franziska Maderthaner und Maria Lassnig heißen die vier Positionen, die der seit September geöffneten Charity-Galerie in der Wiener Rauhensteingasse nun auch inhaltlich entsprechen.

Denn Neo-Galeristin Lauda betreibt in den ehemaligen Räumen von Wolfgang Exner Wiens erste Non-Profit-Galerie: Die Erlöse der Galerie - nicht aber die Anteile der Künstler - gehen an die Birgit Lauda Art Foundation und von dort in die Förderung von „Frauen ohne Grenzen“, ein Vernetzungs- und Bildungsprojekt der Feministin und Aktivistin Edith Schlaffer. Eröffnet hatte die angehende Kunsthistorikerin und prominente Formel-1-Gattin allerdings mit einer Ausstellung voller Männerkunst, rund um den japanischen Kunstmarkt-Feger Takashi Murakami - und dabei bestens verkauft, wie es auf APA-Nachfrage hieß.

An Murakami und seine in Österreich eher selten zum Kauf angebotene Kunst war die ehemalige Stewardess über die gleichen Kanäle geraten, die ihr nun neben einigen Gouachen und Drucken auch das Gemälde „Der Frank und die Frankfurterin“ (1970) von Maria Lassnig beschert haben: ein großes, persönliches und internationales Beziehungsnetzwerk. Zum Verkauf stehen etwa auch zwei größere Acrylgemälde von Stocker und eine Reihe rezenter Ölarbeiten Zeilners. Einige „ihrer“ Künstler hat Lauda allerdings auch quasi mit den Räumen übernommen: Franziska Maderthaner etwa, die zuvor bei Wolfgang Exner im Portfolio war.

Maderthaner, Stocker und Zeilner werden im Rahmen der neuen Ausstellung auch an einem Diskussionsabend mit Edith Schlaffer teilnehmen und über Chancen und Herausforderungen für spezifisch weibliches Künstlerdasein heute sprechen. Ihr großer Respekt vor „Frauen, die in einem schwierigen sozialen und männerfreundlichen Umfeld ihren Weg unbeirrt gehen und Ziele verwirklichen“, habe sie zu der Galerie motiviert, sagt Lauda - und dazu bewegt, „Woman without borders“ zu unterstützen. Die Initiative mit Hauptsitz in Wien versteht sich als Organisation für globalen Dialog, um die Rolle von Frauen bei Sicherheitsfragen und Antiterrorismus zu stärken. Nach Projekten etwa in Ruanda, im Jemen oder in Pakistan ist man derzeit auch in Wien aktiv - mit „Mütterschulen“, in denen gelernt wird, Radikalisierung früh zu erkennen und gegenzusteuern.

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(S E R V I C E - www.b-la.com)


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