Ski alpin: Beaver-Streckenrekord in Gefahr - Rahlves bangt

Beaver Creek (Colorado) (APA) - Abfahrts-Streckenrekorde sind im Skirennsport so etwas wie Ehrenzeichen. Deshalb will Daron Rahlves seine Be...

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Beaver Creek (Colorado) (APA) - Abfahrts-Streckenrekorde sind im Skirennsport so etwas wie Ehrenzeichen. Deshalb will Daron Rahlves seine Bestzeit auf der klassischen Raubvogelpiste in Beaver Creek auch nicht verlieren. Der US-Amerikaner ist seit dem Jahr 2003 mit 1:39,59 Min. Inhaber des Rekords, muss am Samstag aber zittern. Matthias Mayer kam im Abschlusstraining bis auf 15 Hundertstel an Rahlves‘ Marke heran.

Dabei fuhr der Österreicher da noch mit einem langsamen Trainingsanzug. Ebenfalls für eine Verbesserung der Bestmarke sprechen die wegen des aktuellen Warmwetters in Colorado sehr schnellen Schneebedingungen.

Das war auch vor 14 Jahren so gewesen, als sich Rahlves als regierender Kitzbühel-Sieger beim großen Heimrennen vor Stephan Eberharter und dem Norweger Bjarne Solbakken durchgesetzt hatte. „Stimmt. Es waren damals ähnlich gute Verhältnisse und es war auch nicht so kalt“, erinnerte sich Rahlves im APA-Gespräch.

Der entscheidende Unterschied zu heute sei aber, dass es damals viel mehr Schnee auf der Strecke gegeben hätte und die Sprünge größer gewesen seien, führte Rahlves ins Treffen. „Golden Eagle, Harrier und Screetch Owl, das waren richtig mächtige Sprünge“, sagte Rahlves und erklärte: „Je mehr du als Fahrer am Schnee bist, desto schneller bist du. Viel Zeit in der Luft macht dich hingegen langsamer.“

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Rahlves hoffte dennoch, dass ihm die Bestmarke erhalten bleibt. „Es gibt im Skirennsport nicht besonders viele Rekorde. Und es ist speziell für einen Amerikaner eine besondere Ehre, auf der einzigen US-Weltcupabfahrt den Streckenrekord zu haben“, erklärte Rahlves.

Ähnliches gelte auch für den Österreicher Fritz Strobl und Kitzbühel. „Dort gibt es aber keine Chance auf eine Verbesserung“, ist Rahlves überzeugt. „Fritz kann also froh sein.“

Er wünsche sich am Samstag in Beaver Creek bei bestem Wetter natürlich eine große Abfahrts-Show, so Rahlves. „Aber der Sieger soll bitte ein Zehntel langsamer sein als ich damals.“


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