Ferienregion Tirol-West trotz Rochaden im Aufschwung

Im Nächtigungsranking ist der TVB Tirol-West der kleinste Verband Tirols. Finanziell ist man in Landeck-Zams mit 1,3 Mio. Euro Cahsflow gut aufgestellt.

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© Wenzel

Landeck –Auch wenn sich das Personalkarussell beim TVB Tirol-West (Landeck, Zams, Fließ, Tobadill, Stanz und Grins) zuletzt heftig gedreht hat: Die jüngsten Kennziffern zur touristischen Entwicklung rund um die Bezirksstadt sind positiv ausgefallen. Darüber berichteten die Funktionäre am Donnerstagabend bei der Jahreshauptversammlung auf Schloss Landeck.

Mit Simone Zangerl habe man „den überraschenden Abgang“ von Geschäftsführerin Andrea Weber „sehr gut nachbesetzen können“, stellt Obmann Konrad Geiger fest. Kaum bekannt war bisher der Personalwechsel im Aufsichtsrat. Nachdem der Vorsitzende Christoph Völk sein Hotel in Landeck verkauft hatte, rückte die Zammer Hotelierin Birgit Bouvier in den Chefsessel nach.

Zangerl präsentierte erstmals Zahlen und Fakten. Mit 76.430 Nächtigungen im jüngsten Sommer habe der Verband ein Plus von 2,5 Prozent erzielt. Die Jahresbilanz ist mit 258.874 Nächtigungen (plus 2,9 Prozent) sogar noch etwas besser ausgefallen. Aktuell biete die Ferienregion 2016 Gästebetten, 49 mehr als im Vorjahr.

„Ein Hit bei den Gästen war die Venet-Premium-Card“, schilderte der Obmann. Bei mindestens fünf Übernachtungen kann die Venetbahn gratis genutzt werden.

Ab 2018 werde sich der Verband um das Wander­wegenetz in der Ferienregion kümmern, zwei Arbeiter sollen beschäftigt werden.

Im Marketing gebe es eine Kurskorrektur, wie Zangerl erläuterte: „Wir zeigen den Gästen nicht mehr ausschließlich Panoramabilder mit strahlend blauem Himmel. Das wäre unglaubwürdig. Der Gast ruft ohnedies Webcams auf, um sich über das Wetter zu informieren.“ Zudem reduziere der Verband den Newsletter. „Dieser ist nicht mehr so gefragt wie früher.“

Die Finanzlage erläuterte Kassier Andreas Grüner. Mit einem Cashflow von 1,3 Mio. Euro sei der Verband gut aufgestellt. Zudem habe man einen Jahresüberschuss von 57.000 Euro erzielt. „Eigentlich haben wir einen Beitrag für den Talkessel-Manager reserviert“, schilderte Obmann Geiger. Leider sei das Partnerprojekt mit Stadtgemeinde und Kaufleuten bisher nicht realisiert worden. (hwe)


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