Leitbörsen in Fernost schließen ohne klare Richtung

Tokio (APA) - Die asiatischen Märkte tendierten zum Wochenschluss uneinheitlich. Die Ausschläge hielten sich aber in Grenzen. Der Nikkei-225...

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Tokio (APA) - Die asiatischen Märkte tendierten zum Wochenschluss uneinheitlich. Die Ausschläge hielten sich aber in Grenzen. Der Nikkei-225 Index in Tokio gewann um 94,07 Zähler oder 0,41 Prozent auf 22.819,03 Punkte. Auf Wochensicht betrug das Plus damit ein gutes Prozent.

Die Anleger sind weiter optimistisch, dass die US-Steuerreform den Senat passiert, obwohl die Abstimmung verschoben wurde. Die Steuerreform würde den Yen schwächen, was der exportlastigen japanischen Wirtschaft hilft.

Konjunkturdatenseitig rückten in Japan zudem die Verbraucherpreise für den Oktober in den Fokus. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrage 0,8 Prozent, teilte die Regierung in Tokio mit. Von Reuters befragte Analysten hatten für Oktober auch mit einer Inflationsrate von 0,8 Prozent gerechnet. Die Teuerungsrate für Tokio, die einen Monat früher vorliegt als die für das gesamte Land, betrug im November 0,6 Prozent.

Bei den Einzelwerten stach der Farbenhersteller Nippon Paint hervor, die Papiere stiegen um mehr als 8 Prozent. Der Konzern hat die geplante Übernahme des US-Unternehmens Axalta abgeblasen. Die Aktien des Elektronikkonzerns Sharp schnellten um knapp 8 Prozent in die Höhe. Sharp hatte gestern nach Börsenschluss angekündigt, nach einer schweren Krise am 7. Dezember in die Standardsektion der Tokioter Börse zurückzukehren.

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Der Hang Seng Index in Hongkong fiel im Gegensatz zu seinem japanischen Pendant um 103,11 Zähler (minus 0,35 Prozent) auf 29.074,24 Einheiten. Bei den Einzelwerten zählte insbesondere das Index-Schwergewicht Tencent zu den Bremsern. Der Internetkonzern verlor zuletzt mehr als zwei Prozent. Der Shanghai Composite stieg 0,43 Punkte oder minimale 0,01 Prozent auf 3.317,62 Punkte.

Datenseitig lag in China die Stimmung bei kleineren und privaten Industrieunternehmen im Blickfeld. Im November sank der vom Wirtschaftsmagazin „Caixin“ ermittelte Stimmungsindikator für den Industriesektor auf 50,8 Punkte. Volkswirte hatten mit einem Rückgang im November gerechnet, aber nur auf 50,9 Zähler.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich ohne klare Richtung. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 32.869,50 Zählern mit minus 279,85 Punkten oder 0,84 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 18,3 Zähler oder 0,30 Prozent auf 6.075,50 Einheiten.


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