FMA: Emittenten holten sich deutlich mehr Geld vom Kapitalmarkt

Wien (APA) - In Österreich ansässige Emittenten haben im dritten Quartal 2017 um 50 Prozent mehr verzinsliche Wertpapiere auf dem Kapitalmar...

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Wien (APA) - In Österreich ansässige Emittenten haben im dritten Quartal 2017 um 50 Prozent mehr verzinsliche Wertpapiere auf dem Kapitalmarkt untergebracht als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Bruttoemissionsvolumen dieser Papiere lag bei rund 26,4 Mrd. Euro, teilte die Finanzmarktaufsicht (FMA) am Freitag mit.

Insgesamt wurden 18 (3. Quartal 2016: 16) Kapitalmarktprospekte und 12 (12) Nachträge gebilligt, 3 (1) Billigungsverfahren wurden eingestellt.

Zwischen 1. Juli und 30. September hat die FMA Prospekte von insgesamt 15 Emittenten gebilligt, davon 2 (2) in der Kategorie IPO‘s, Kapitalerhöhungen und Listings, 1 (1) in der Kategorie Wohnbaubanken, sowie 9 (11) Basisprospekte und 3 (1) Anleihenprospekte, geht aus dem Bericht der Aufsicht über Kapitalmarktprospekte weiter hervor.

Die Zahl der von der Aufsichtsbehörde verhängten Verwaltungsstrafen stieg auf 10 (3). Auf der Webseite veröffentlicht wurden eine Sanktion und ein Straferkenntnis. Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft gab es im Berichtszeitraum keine (2).

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Deutlich rückläufig waren auch die international notifizierten Prospekte. Ihre Zahl ging im dritten Quartal von 84 auf 61 zurück. Die Nachträge gingen von 297 auf 224 zurück. Der Großteil kam von den zuständigen Behörden in Deutschland und Luxemburg. Die FMA ihrerseits notifizierte 10 (8) Prospekte und 5 (4) Nachträge an Schwesterbehörden im Ausland.

Ab 2018 wird es möglich sein, die Billigung von Wertpapierprospekten auch auf elektronischem Wege durchzuführen. Dazu müssen sich die Emittenten einmalig registrieren. Es entfallen dadurch sowohl Tätigkeiten wie die Unterfertigung, der Druck und das Binden der Dokumente als auch das persönliche Erscheinen bei der FMA. Zudem übernimmt die FMA die Übermittlung der gebilligten Prospekte sowie der gebilligten Nachträge an die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB), die derzeit noch den Emittenten obliegt. Der Antragsteller kann bezüglich der Zustellung weiter zwischen der physischen Übergabe bei der FMA und der postalischen Zustellung wählen, bei letzterer Variante wird es auch eine Zusendung vorab per E-Mail geben.

~ WEB http://www.fma.gv.at ~ APA224 2017-12-01/11:58


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