Felipe lässt Verordnung zu Glyphosat-Verbot prüfen

Innsbruck – Mit dem von Agrarreferent LHStv. Josef Geisler (VP) angekündigten freiwilligen Verzicht auf glyphosathältige Unkrautvertilgungsm...

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Besonders in Deutschland ist der Widerstand gegen Glyphosat hoch.
© APA/dpa/Axel Heimken

Innsbruck –Mit dem von Agrarreferent LHStv. Josef Geisler (VP) angekündigten freiwilligen Verzicht auf glyphosathältige Unkrautvertilgungsmittel gibt sich der grüne Koalitionspartner nicht zufrieden. „Was Kärnten kann, sollte in Tirol auch möglich sein“, sagt LA Gabi Fischer. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, um aktiv zu werden und das Gift-Spritzmittel Glyphosat, soweit es rechtlich möglich sei, zu verbieten. „Ich freue mich, dass Umweltreferentin LHStv. Ingrid Felipe eine Prüfung in Auftrag gibt, ob eine Verordnung des Landes möglich ist.“

Heftige Kritik übt hingegen Impuls-Mandatar Josef Schett an der Regierungskoalition. „Vor allem das grüne Herum- eiern erstaunt mich immer wieder. Meine Anträge für ein Glyphosat-Verbot wurden im Landtag ausgesetzt und abgelehnt.“ Wenn es jedoch öffentlichkeitswirksam passe, sei man plötzlich dafür, merkt Josef Schett kritisch an.

Für den freiheitlichen Parteichef Markus Abwerzger muss ein Glyphosat-Verbot nicht nur in Tirol kommen, sondern in der gesamten EU. Er erwartet sich, dass alle Parteien im kommenden Dezember-Landtag ein deutliches Zeichen setzen und gemeinsam ein Verbot für Glyphosat in Tirol beschließen.

Greenpeace hat Freitag die Landeshauptleute aufgefordert, sich für ein bundesweites Aus einzusetzen. Kärntens LH Peter Kaiser (SPÖ) hat bereits angekündigt, eine entsprechende Resolution einzubringen. (TT, pn)

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