Bulgariens Neuverschuldung soll auch 2018 unter drei Prozent bleiben

Sofia (APA/dpa) - Bulgarien, das am 1. Jänner den EU-Ratsvorsitz übernimmt, strebt für 2018 erneut eine Neuverschuldung unter der kritischen...

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Sofia (APA/dpa) - Bulgarien, das am 1. Jänner den EU-Ratsvorsitz übernimmt, strebt für 2018 erneut eine Neuverschuldung unter der kritischen Grenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung an. Das Parlament in Sofia billigte in der Nacht zum Freitag eine entsprechende Etatvorlage der bürgerlich-nationalistischen Regierung in zweiter und letzter Lesung.

„Dieser Haushalt (...) gibt die Grundlage für ein anhaltendes Wirtschaftswachstum“, sagte Finanzminister Wladislaw Goranow nach der Abstimmung. Das Nicht-Euro-Land plant für kommendes Jahr ein Defizit von 1,0 Prozent. Sofia würde damit dieses Kriterium für die Euro-Zone erfüllen, zumal sich für das auslaufende Jahr - anders als geplant - ein ausgeglichener Etat abzeichnet. Bulgariens Beitrag für den EU-Haushalt wird 2018 gut 1,1 Milliarden Lewa (rund 578 Mio Euro) betragen.

Das bulgarische Bruttoinlandsprodukt soll mit umgerechnet 53,9 Milliarden Euro 2018 erstmals die 100-Milliarden-Lewa-Marke übertreffen und gut 105 Milliarden Lewa betragen. Erwartet wird ein Wirtschaftswachstum von 3,9 Prozent. Es wird von einer Inflationsrate von 1,4 Prozent ausgegangen. Der gesetzliche Mindestlohn in dem ärmsten EU-Land soll am 1. Jänner auf 510 Lewa (260 Euro) im Monat steigen. Mehr Geld soll es für die Polizei, Armee und im Bildungswesen geben.

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