Ängste vor russischer Beeinflussung der Präsidentenwahl in Tschechien

Prag (APA/dpa) - Der tschechische Präsidentschaftskandidat Jiri Drahos hat vor einer gezielten Beeinflussung der Wahl im Jänner durch Russla...

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Prag (APA/dpa) - Der tschechische Präsidentschaftskandidat Jiri Drahos hat vor einer gezielten Beeinflussung der Wahl im Jänner durch Russland gewarnt. „Ein Land, dessen Wahlen von außen manipuliert werden, ist nicht frei“, erklärte der frühere Vorsitzende der Akademie der Wissenschaften in Prag am Freitag.

Er habe sich mit dem scheidenden Ministerpräsidenten Bohuslav Sobotka getroffen, um seine Sorgen anzusprechen. Es gebe seiner Ansicht nach keinen Zweifel daran, dass Medien und Internetdienste mit Verbindungen zu russischen Geheimdiensten die Öffentlichkeit bereits vor der tschechischen Parlamentswahl im Oktober irregeführt hätten. Umfragen sehen den pro-russischen Amtsinhaber Milos Zeman als aussichtsreichsten Kandidaten vor der ersten Runde der Präsidentenwahl am 12. und 13. Jänner 2018.

Derweil beklagte der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, der tschechische General Petr Pavel, die „Gefahren durch Russland“ würden in seinem Heimatland unterschätzt. „Russland will als starker Spieler auf die Weltbühne zurückkehren - mit einer klar begrenzten Einflusssphäre“, sagte der 56-Jährige der Zeitung „Hospodarske noviny“. Es gebe aber kein zurück mehr in die Welt vor dem Umbruch im Ostblock von 1989: „Die Karten sind schon anders verteilt.“


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