Fußball: Kreml wies Befürchtungen von finanziellem WM-Verlust zurück

Moskau (APA/dpa) - Der Kreml hat Warnungen vor einem Verlustgeschäft für Russland durch die Fußball-WM 2018 zurückgewiesen. „Wir sind mit so...

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Moskau (APA/dpa) - Der Kreml hat Warnungen vor einem Verlustgeschäft für Russland durch die Fußball-WM 2018 zurückgewiesen. „Wir sind mit solchen Prognosen nicht einverstanden“, sagte Dmitri Peskow, Sprecher von Präsident Wladimir Putin, am Freitag vor der Gruppenauslosung. „Ein einfaches Zusammenrechnen ist hier falsch, das ist eine Vereinfachung des Themas und der möglichen Effekte“, zitierte ihn die Agentur Tass.

Die WM koste Russland umgerechnet elf Milliarden Euro und sei damit die bisher teuerste, berechnete die russische Wirtschaftszeitung „RBK“. Sie stützte sich dabei nur auf die öffentlich bekannt gemachten Ausgaben. Erfahrungsgemäß verdiene zwar der Fußball-Weltverband (FIFA) an dem Turnier, aber selten das Gastgeberland, schrieb das Blatt. Auch der verstärkte Umsatz während der WM werde das russische Bruttoinlandsprodukt nur kurzzeitig um 0,2 Prozentpunkte erhöhen, schätzten Experten.

Peskow nahm für Russland in Anspruch, schon nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 die Frage der Nachnutzung weltweit am besten gelöst zu haben. „Präsident Putin hat sich persönlich darum gekümmert.“ Das stimme ihn optimistisch, dass auch die WM wirtschaftliche und soziale Effekte hinterlassen werde, die die derzeitigen Ausgaben ausgleichen würden.

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