Lafarge-Manager wegen Terrorfinanzierung in Syrien vor Gericht

Paris (APA/AFP) - Verdacht auf Finanzierung von Terroristen und möglicher Verstoß gegen das EU-Embargo gegen Syrien: Wegen dieser Vorwürfe m...

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Paris (APA/AFP) - Verdacht auf Finanzierung von Terroristen und möglicher Verstoß gegen das EU-Embargo gegen Syrien: Wegen dieser Vorwürfe muss sich ein Manager der Zementgruppe LafargeHolcim in Frankreich verantworten, teilte sein Anwalt am Freitag in Paris mit. Die Gruppe, die ebenfalls in der Schweiz sitzt, soll in Syrien Extremisten bezahlt haben, damit ein Werk im Norden des Landes in Betrieb bleiben konnte.

Gegen den Leiter des Zementwerks, Frederic Jolibois, wurde ein offizielles Verfahren eröffnet. Zwei weitere Manager sollten am Freitag ebenfalls einem Richter vorgeführt werden. Das Werk befindet sich in Dschalabija rund 150 Kilometer nordöstlich von Aleppo. Die Gelder sollen in den Jahren 2013 und 2014 unter anderem an Extremisten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) geflossen sein.

LafargeHolcim wird zudem vorgeworfen, dem IS in Syrien Öl abgekauft zu haben. Damit habe die Gruppe gegen das EU-Ölembargo gegen Syrien verstoßen, das seit dem Herbst 2011 galt. Die IS-Miliz hatte sich seit 2013 zahlreicher Erdölquellen des Landes bemächtigt.

~ ISIN FR0000120537 WEB http://www.lafarge.com/ ~ APA457 2017-12-01/16:36

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