Großer Andrang bei Freitagsgebet in ägyptischer Moschee nach Anschlag

Kairo (APA/AFP) - Eine Woche nach dem verheerenden Angriff auf eine Moschee in Ägypten sind dutzende Gläubige, darunter religiöse Führer und...

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Kairo (APA/AFP) - Eine Woche nach dem verheerenden Angriff auf eine Moschee in Ägypten sind dutzende Gläubige, darunter religiöse Führer und hochrangige Militärs, zum Freitagsgebet am Anschlagsort gekommen. Die Zeremonie wurde im staatlichen Fernsehen übertragen. Die Moschee war nach dem mutmaßlich von Kämpfern der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) verübten Angriff für das Freitagsgebet hergerichtet worden.

Die Fernsehbilder zeigten Khaled Mogawer, Anführer der Militäreinheit, die auf dem Sinai den ägyptischen IS-Ableger bekämpft. Während des Gebets saß er zwischen dem Oberhaupt der einflussreichen islamischen Al-Ashar-Universität, Ahmed al-Tayeb, und dem ägyptischen Mufti Shawki Allam. Der Leiter der Theologie-Fakultät der Al-Ashar, Abdelfattah al-Awari, sagte in seiner Predigt: „Gott hat Märtyrer von uns nehmen wollen. Warum? Weil Gott uns liebt.“

Laut Staatsanwaltschaft hatten bis zu 30 Angreifer in Kampfmontur während des Freitagsgebets vergangene Woche die Al-Rawdah-Moschee im Dorf Bir al-Abed im Norden der Sinai-Halbinsel angegriffen. Sie zündeten zunächst vor der Moschee eine Bombe und schossen dann auf die in Panik flüchtenden Gläubigen. Die Fahrzeuge der Moschee-Besucher steckten die Angreifer in Brand, um umliegende Straßen zu blockieren. Mehr als 300 Menschen starben, 128 weitere wurden verletzt.

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