Russisches Parlament will US-Medien ausschließen

Moskau (APA/dpa) - Das russische Parlament will allen US-Medien den Zugang untersagen - als Vergeltung für ein Zugangsverbot für den Staatss...

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Moskau (APA/dpa) - Das russische Parlament will allen US-Medien den Zugang untersagen - als Vergeltung für ein Zugangsverbot für den Staatssender RT im Kongress in Washington. Das Verbot solle alle 21 beim russischen Außenministerium in Moskau akkreditierten Medien aus den Vereinigten Staaten betreffen. Das kündigte Vizefraktionschef Michail Jemeljanow von der Regierungspartei Geeintes Russland am Freitag an.

Entscheiden solle die Staatsduma am 6. Dezember. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, er habe volles Verständnis für das Vorhaben der Abgeordneten. Außenminister Sergej Lawrow erklärte, man wolle nicht in einen Wettbewerb treten mit den USA in Sachen Verbote. Aber der verweigerte Zugang für RT im US-Kongress sei „absolut unannehmbar für jedes halbwegs zivilisierte Land“.

Die US-Justiz hat RT (früher: Russia Today) bereits gezwungen, sich als Auslandsagent registrieren zu lassen. Sie hält den Sender für ein Propagandainstrument. Im Gegenzug hat Russland seine Gesetze so verschärft: Im Grundsatz können alle ausländischen Medien gezwungen werden, sich dem Status als ausländischer Agent zu unterwerfen.

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