Kolumbianische Drogengelder über Ungarn „reingewaschen“

Budapest (APA) - Eine internationale Verbrecherorganisation soll Einnahmen aus dem Verkauf kolumbianischer Drogen in Westeuropa über Ungarn ...

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Budapest (APA) - Eine internationale Verbrecherorganisation soll Einnahmen aus dem Verkauf kolumbianischer Drogen in Westeuropa über Ungarn „reingewaschen“ haben. Das berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Freitag. Die illegalen Transfers seien im Auftrag eines Vietnamesen durch die Bande in Ungarn abgewickelt worden.

An deren Spitze seien ein in Ungarn lebender Ägypter und ein ungarischer Staatsbürger gestanden. Gegen 36 Mitglieder der Bande hat die Budapester Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Bei der inkriminierten Geldwäsche soll es um eine Summe von 18 Milliarden Forint (57,55 Mio. Euro) gegangen sein. Der Ursprung der Gelder sollte verschleiert werden. Laut Aussendung der Staatsanwaltschaft wurden die Gelder mittels Autos nach Ungarn transportiert, wo sie in größere Scheine umgetauscht und dann in die Slowakei weitertransportiert wurden. Hier wurde das Geld auf verschiedenen Bankkonten deponiert und dann in Länder des Fernen Ostens weiter transferiert.

Die Bande hätte sich außerdem mit Zigarettenschmuggel befasst. Sie habe Schmuggelware ohne Steuerbanderole aus der Ukraine und aus Serbien im Werte von 780 Millionen Forint (2,49 Mio. Euro) in Ungarn gekauft, dann hier und in anderen EU-Ländern weiterverkauft.


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