Anleger von Pleite-Schiffsfonds oft zu Unrecht abkassiert - „Spiegel“

Hamburg (APA/AFP) - Insolvenzverwalter von pleitegegangenen Schiffsfonds bitten Anleger oft zu Unrecht zur Kasse. Das gehe aus mehreren Urte...

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Hamburg (APA/AFP) - Insolvenzverwalter von pleitegegangenen Schiffsfonds bitten Anleger oft zu Unrecht zur Kasse. Das gehe aus mehreren Urteilen hervor, die Amts- und Landgerichte sowie das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein gefällt haben, berichtete der „Spiegel“ am Freitag vorab aus seiner neuen Ausgabe.

Die Richter kamen demnach zu dem Schluss, dass Insolvenzverwalter Kosten geltend gemacht hatten, die Anleger gar nicht tragen müssen. Außerdem wurden von den Insolvenzverwaltern Forderungen von Gläubigern aufgelistet, die gar nicht berechtigt waren, wie der „Spiegel“ berichtete. Viele Schiffsfonds schütteten demnach in ihren Anfangsjahren Gelder an Anleger aus, die nicht durch Gewinne gedeckt waren. Im Falle einer Pleite können Insolvenzverwalter demnach solche Gelder zurückverlangen, allerdings nur, um etwaige Ansprüche von Gläubigern zu bedienen.

„Diese Ansprüche werden von den Insolvenzverwaltern jedoch oft übertrieben“, sagt Ralph Veil von der Anwaltskanzlei Mattil dem „Spiegel“. Er rät betroffenen Anlegern deshalb davon ab, auf Rückforderungen von Insolvenzverwaltern ohne juristische Beratung einzugehen.

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