Flynn kontaktierte Russen auf Anweisung von höherer Stelle 2

Washington/Jerusalem (APA/AFP) - Bei dem Telefonat zwischen Flynn und Kisljak ging es laut dem am Freitag veröffentlichten Gerichtsdokument ...

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Washington/Jerusalem (APA/AFP) - Bei dem Telefonat zwischen Flynn und Kisljak ging es laut dem am Freitag veröffentlichten Gerichtsdokument Muellers konkret darum, dass Flynn bei der russischen Regierung erreichen sollte, eine Abstimmung im UNO-Sicherheitsrat zur Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik zu verschieben oder die entsprechende Resolution abschmettern zu lassen.

Flynn sei auch angewiesen worden, deswegen Vertreter anderer Regierungen zu kontaktieren. Der von Mueller geschilderte Vorgang ist nicht nur deshalb brisant, weil demnach ein höherrangiges Regierungsmitglied von Trumps Übergangsteam in die Kontaktaufnahme zu Kisljak involviert war - sondern auch, weil demnach das Trump-Team de facto bereits Regierungspolitik unter Einbeziehung der Russen betrieb, obwohl damals noch Präsident Obama im Amt war.

Bei einem späteren Telefonat am 29. Dezember sprach Flynn nach Angaben des Sonderermittlers dann mit Kisljak auch über die von Obama kurz zuvor verhängten neuen Sanktionen gegen Moskau. Zuvor habe Flynn mit einem „hohen Mitarbeiter“ des Trump-Teams darüber gesprochen, dass er diesen Anruf vorhabe. Das Dokument besagt jedoch nicht, dass Flynn auch in diesem Fall auf Anweisung gehandelt habe.

Flynn hatte sich am Freitag vor einem Gericht in Washington schuldig bekannt, zu einem früheren Zeitpunkt Falschaussagen über seine Gespräche mit Kisljak gemacht zu haben. Er teilte mit, dass er mit dem Sonderermittler kooperiere. Früher hatte Flynn bestritten, dass er mit Kisljak über die Sanktionen gesprochen hatte, die Obama wegen der mutmaßlichen russischen Interventionen zugunsten Trumps im Wahlkampf verhängt hatte.

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~ WEB http://www.un.org/en/sc/ ~ APA568 2017-12-01/19:40


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