Insider - Nestle und Stada-Eigner schielen auf Merck-Sparte

Vevey/Bad Vilbel/Darmstadt (APA/Reuters) - Das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten des Darmstädter Merck-Konzerns hat Insidern zu...

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Vevey/Bad Vilbel/Darmstadt (APA/Reuters) - Das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten des Darmstädter Merck-Konzerns hat Insidern zufolge neben Nestle auch das Interesse der neuen Eigner von Stada auf sich gezogen. Der Schweizer Lebensmittelriese und die Beteiligungsgesellschaften Bain und Cinven, die den hessische Arzneimittelhersteller Stada übernommen haben, bereiten vorläufige Gebote für die zur Disposition stehende Sparte vor.

Das sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Diese Angebote müssten bis zum 15. Dezember eingereicht werden. Merck, Stada, Bain und Cinven wollten sich dazu nicht äußern.

Merck hatte Anfang September angekündigt, einen vollständigen oder teilweisen Verkauf der sogenannten OTC-Sparte wie auch strategische Partnerschaften zu prüfen. Bis Anfang 2018 soll eine Entscheidung fallen. Reuters hatte bereits im September von Insidern erfahren, dass Nestle ein Auge auf das Geschäft geworfen hat. Vorherige Gespräche über ein Gemeinschaftsunternehmen seien ergebnislos geblieben, da man sich über die Struktur eines Joint Ventures nicht habe einigen können.

Den Insidern zufolge könnten Bain und Cinven, die Stada im Sommer gekauft hatten, das Unternehmen über kurz oder lang mit dem OTC-Geschäft von Merck zusammenlegen - sollten sie zum Zuge kommen. Anderen Beteiligungsgesellschaften, die keine Präsenz in der Gesundheitsbranche haben und bestehende Portfoliogesellschaften nicht als Übernahmevehikel nutzen könnten, sei abgeraten worden, in den Prozess einzutreten. Es gebe zudem genügend Interesse von Unternehmen aus der Branche.

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Der neue Nestle-Chef Ulf Mark Schneider, der zuvor den deutschen Gesundheitskonzern Fresenius geführt hatte, setzt auf den Gesundheitsbereich, der deutlich höhere Wachstumsraten als etwa der vielerorts gesättigte Markt für Süßigkeiten verspricht. Den Insidern zufolge wurde Nestle auch das ebenfalls zum Verkauf stehende, deutlich größere Geschäft mit Gesundheitsprodukten des US-Pharmariesen Pfizer angeboten. Das Merck-Geschäft, das mit rund vier Milliarden Euro bewertet werden könnte, passe aber deutlich besser zum bestehenden Portfolio der Schweizer.

Bain und Cinven erwägen den Insidern zufolge zudem eine Offerte für das zum Verkauf stehende Generika-Business des französischen Pharmakonzerns Sanofi und könnten diese Kombination bevorzugen, da dieser Deal auf eine günstigere Bewertung kommen dürfte.

~ ISIN CH0038863350 DE0007251803 DE0006599905 WEB http://www.nestle.com/

http://www.stada.de

http://www.merck.de ~ APA572 2017-12-01/20:02


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