Träger des Alternativen Nobelpreises nahmen Auszeichnung entgegen

Stockholm (APA/dpa) - Für ihren Kampf um Gerechtigkeit und ihren Einsatz für die Schwachen haben Menschenrechtsaktivisten aus vier Ländern a...

  • Artikel
  • Diskussion

Stockholm (APA/dpa) - Für ihren Kampf um Gerechtigkeit und ihren Einsatz für die Schwachen haben Menschenrechtsaktivisten aus vier Ländern am Freitag den sogenannten Alternativen Nobelpreis entgegengenommen. Mit ihrem Mut und ihrer Kreativität überwänden die vier Preisträger Hindernisse, die von Machthabern geschaffen würden, lobte der Gründer des Right Livelihood Award, Jakob von Uexküll, am Freitagabend in Stockholm.

„Sie ermöglichen wirkliche Veränderungen und stärken Tausende und sogar Millionen von Menschen.“

Der Right Livelihood Award wird traditionell an Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden vergeben. Die mit je rund 105.000 Euro dotierte Auszeichnung ging heuer an den indischen Menschenrechtsanwalt Colin Gonsalves, der ein „Recht auf Nahrung“ erstritt, an die Äthiopierin Yetnebersh Nigussie für ihr Engagement für Menschen mit Behinderung in Afrika und an die investigative Journalistin Khadija Ismayilova aus Aserbaidschan.

Den undotierten Ehrenpreis erhielt der amerikanische Umweltrechtler Robert Bilott, der Bürger im US-Staat West Virginia vertrat, deren Trinkwasser chemisch verseucht worden war.

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Nicht alle Preisträger konnten die Auszeichnung bei der Zeremonie im Vasa-Musum persönlich entgegennehmen. Ismayilova wurde laut Right Livelihood Stiftung von der autoritären aserbaidschanischen Führung die Ausreise verweigert. Sie wurde per Video zugeschaltet. Bereits am Nachmittag hatte sie bei einer Veranstaltung im schwedischen Parlament von ihrer Heimat aus die Inhaftierung von Journalisten in Aserbaidschan kritisiert und vor „ansteckender“ Korruption gewarnt.


Kommentieren