Am HCI-Goalie bissen sich die Zagreber Bären die Zähne aus

Der HC Innsbruck zitterte sich beim 3:1-Sieg über Zagreb endlich wieder zu drei Punkten. Am Sonntag müssen die Haie nach Villach.

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Alles im Griff: Der überragende Patrik Nechvatal war einer der Väter des HCI-Sieges über Zagreb.
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Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – In der Olympiaworld gibt es dieser Tage viel zu feiern: Während nebenan in der großen Halle noch die letzten Vorbereitungen für die Weihe von Innsbrucks neuem Bischof Hermann Glettler getroffen wurden, ging es in der Tiwag-Arena bereits am Freitag rund. Und die Mission „Drei Punkte“ war nach vier Niederlagen in Folge endlich wieder erfolgreich.

Schon nach einer Minute scheiterte Morten Poulsen an Zagreb-Goalie Kevin Poulin. Das war’s aber vorerst mit der Tiroler Offensive, die Unsicherheit bei den Haien schien immer noch spürbar.

Erst in der elften Minute klopften die Tiroler bei einer Doppelchance von Hunter Bishop und Tyler Spurgeon wieder an. Der Rest des Drittels gehörte den Kroaten. Und hätte Saso Rajsar bei einer Riesen-Chance in der 13. Minuten Killerinstinkt gezeigt, wären die Haie wohl mit einem Rückstand in die Kabine geschlichen.

Der zweite Abschnitt gehörte vorerst Zagreb. Kurioserweise hatten die Haie ihre beste Phase in Unterzahl – dreimal waren die Innsbrucker zwischen der 29. und der 31. Minute durch Spurgeon, Yogan und Guimond nah an einem Shorthander dran.

Dann übernahm wieder Zagreb das Kommando, fand aber immer wieder den Meister im ganz starken Patrik Nechvatal. Und das sollte sich lohnen: In der 34. Minute fand ein abgefälschter Blain-Schuss glücklich den Weg ins Zagreber Netz. Vier Minuten später nützte Mitch Wahl eine 5:3-Überzahl mit einem wuchtigen Schuss zum 2:0. Doch postwendend gelang Tero Koskiranta der Anschlusstreffer, weil der Finne einen ganz schlimmen Lammers-Fehler nützte.

Es war dann fast logisch, dass sich das Schlussdrittel zu einer „Zitterpartie“ entwickelte. Eine unnötiger Wechselfehler ermöglichte den Kroaten eine 5:3-Überzahl (50.), die in zwei weiteren Strafen mündete. Jetzt kochten die Emotionen auch auf der Tribüne über. Weil ein voller Bierbecher aufs Feld flog, folgte eine Eisreinigung. Auch nach der Unterbrechung ging es mit zwei Mann weniger weiter, doch die Pallin-Truppe überstand über drei Minuten in doppelter Unterzahl. Das Penalty Killing war ganz stark. Mit einem Treffer ins leere Tor entschied Kapitän Spurgeon die Partie (60.). Das 3:1 war ein Sieg der Leidenschaft.


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