Ski: Kriechmayr im ersten Siegerinterview: „Endlich wahr geworden“

Beaver Creek (Colorado) (APA) - Das sagte Skirennfahrer Vincent Kriechmayr in seinem ersten Sieger-Interview über:...

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Beaver Creek (Colorado) (APA) - Das sagte Skirennfahrer Vincent Kriechmayr in seinem ersten Sieger-Interview über:

- Den Premierensieg: „Jetzt ist es wahr geworden, der Wettergott war bei mir. Ich freu‘ mich irrsinnig. Das letzte Mal hatte ich solche Glücksgefühle, als ich in Kitzbühel heil im Ziel war. Ich hoffe, dass das nicht das letzte Mal war. Das wird mir sicher einen brutalen Schub für den Rest der Saison geben.“

- Zum gleichzeitigen Sieg von Cornelia Hütter in Lake Louise: „Gratulation. Es schaut so aus, als ob das ganze ÖSV-Team richtig in Fahrt wäre. Jetzt sind wir da, wo wir hingehören als Skination Nummer eins.“

- Dass er „statt“ Marcel Hirscher für den ersten Saisonsieg der ÖSV-Herren gesorgt hat: „Ich bin sicher, dass Marcel heuer noch einige Male gewinnen wird. Ich hoffe nur, dass unsere Speedmannschaft weiter so dagegenhält, dann werden wir am Ende der Saison viel zu feiern haben.“

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- Über Neo-Coach Sepp Brunner: „Wir haben ein sehr gutes Trainerteam, Sepp hat sehr viel Ruhe reingebracht. Aber ich hatte davor schon ein gutes Trainerteam. Derzeit sind wir eine sensationelle Mannschaft mit Siegertypen wie Hannes und Mothl. Wir haben uns im Training gepusht wie es uns die Norweger jahrelang vorgemacht haben. Jetzt sind endlich wieder wir vorne dran.“

- Dass er derzeit vor Selbstbewusstsein strotzt: „Man merkt ja im Training, dass man schnell ist. Und man weiß, wo die Konkurrenz steht. Wenn man einen guten Grundspeed und schnellen Schwung hat, weiß man, dass man gut drauf ist. Dazu habe ich heute sehr viel Risiko genommen, denn mit einer Standardfahrt hätte ich nichts gewonnen.“

- Den Unterschied zum Vorjahr: „Wir haben derzeit alle einen guten Speed. Letztes Jahr waren wir fehlerfrei und hatten trotzdem Rückstand. Jetzt sind wir als Team ohne Fehler vorne dabei.“

- Was er selbst vergangenen Saison falsch gemacht habe: „Ich war einfach zu verbissen, bin zu verkrampft gewesen. Jetzt fahre ich es locker von der Hand.“

- Wie diese Umkehr funktioniert habe: „Ich habe daheim eine starke Family. Wir haben ja eine Landwirtschaft, dort komme ich auf den Boden. Wenn ich ausmiste, ist es den Viechern wurscht, ob ich schnell bin oder nicht. Es ist gut, eine Distanz zum Sport zu kriegen.“

- Den Alltag daheim: „Ich bin ja leider selten da, dann steht aber auch mein Konditraining im Vordergrund. Aber es gehört natürlich dazu, die Familie zu unterstützen. Ich helfe mit, wo es geht. Bevor ich nach Amerika gefahren bin, war ich jeden Tag um halb sechs im Stall. Man muss Brot und Wasser daheim auch verdienen.“

- Dass seine Mutter Belgierin ist: „Ich bin durch und durch Oberösterreicher.“

- Wie er feiern werde: „Wenig, weil am nächsten Tag eine der härtesten Abfahrten der Welt wartet. Aber den ersten Sieg muss man feiern. Also werde ich mit Freunden und Serviceleuten ein Bier trinken.“

(Aufgezeichnet von Hans Gödel/APA in Beaver Creek)


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