Schulz erklärt Streit um Führungskurs der SPD für beendet

Hamburg (APA/AFP) - SPD-Chef Martin Schulz hat den innerparteilichen Streit um seinen Führungskurs für beendet erklärt. „Sie können davon au...

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Hamburg (APA/AFP) - SPD-Chef Martin Schulz hat den innerparteilichen Streit um seinen Führungskurs für beendet erklärt. „Sie können davon ausgehen, dass wir nun alle Wallungen hinter uns haben und die Partei geschlossen steht“, sagte Schulz dem „Spiegel“. Er selbst habe eine offene Debatte über das Wahlergebnis eingefordert. „Und dann darf man sich auch nicht beschweren, wenn sie geführt wird.“

Nach dem schlechten Abschneiden der SPD bei den deutschen Bundestagswahlen war aus den Reihen der Sozialdemokraten Kritik am Wahlkampf sowie an Kanzlerkandidat Schulz laut geworden. Es gehöre zur „Jobbeschreibung von Parteichefs, hin und wieder einen mitzubekommen“, sagte Schulz dazu.

In die Kritik war der Parteivorsitzende auch geraten, weil die SPD-Führung nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen von Union, SPD und Grünen eine Regierungsbeteiligung erneut ausgeschlossen hatte. Inzwischen ist die SPD aber zu Gesprächen mit der Union bereit, hat sich aber nicht auf eine Neuauflage der Großen Koalition festgelegt.

„Ich habe kein Problem damit, wenn man das als Fehler bezeichnet“, sagte Schulz zu dem Vorgehen der SPD-Spitze nach dem Aus der Jamaika-Sondierungen. „Politik ist ein dynamischer Prozess, und Parteien wie die SPD müssen sich dann auch auf neue Lagen einstellen. Auch wenn das nicht immer zwingend elegant aussieht.“

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Die SPD hält sich bisher alle Optionen offen. Damit sind neben einer erneuten Großen Koalition auch die Tolerierung einer unionsgeführten Minderheitsregierung sowie Neuwahlen nicht ausgeschlossen. Die Debatte über das weitere Vorgehen dürfte den SPD-Parteitag in der kommenden Woche in Berlin bestimmen.


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