Demos in Italien gegen Erhöhung des Pensionsantrittsalters

Rom (APA) - Tausende Italiener haben in Rom, Turin, Palermo, Bari und Cagliari an Demonstrationen gegen die 2019 geplante Erhöhung des Ruhes...

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Rom (APA) - Tausende Italiener haben in Rom, Turin, Palermo, Bari und Cagliari an Demonstrationen gegen die 2019 geplante Erhöhung des Ruhestand-Antrittalters auf 67 Jahre demonstriert. Sie folgten einem Aufruf des stärksten italienischen Gewerkschaftsverbands CGIL.

Die Regierung in Rom hat eine Liste von 15 gesundheitsbelastenden Berufen erstellt, die von der ab Jänner 2019 geplanten Erhöhung des Pensionsantrittsalters ausgeschlossen werden sollen. Dies betrifft jedoch lediglich Arbeitnehmer, die in den zehn Jahren vor der Pensionierung mindestens sieben Jahre lang einer belastenden Tätigkeit nachgegangen sind.

Während die gemäßigten Gewerkschaftsorganisationen CISL und UIL Dialogbereitschaft mit der Regierung signalisieren, beharrt die linke CGIL auf ihrem Veto gegen die Vorschläge der Regierung. CGIL-Chefin Susanna Camusso, die am Samstag die Demonstration in Rom anführte, kündigte weitere Protestkundgebungen an.

Premier Paolo Gentiloni betonte, dass die Erhöhung des Ruhestandsalters notwendig sei, um Italiens Pensionssystem in den nächsten Jahren Stabilität zu sichern. Die Regierung bemühe sich, mit den Gewerkschaften das Thema der sozialen Finanzierbarkeit der Pensionen für die nächsten Generationen zu diskutieren. Es sei wichtig, auch an die jüngsten Italiener zu denken, mahnte die Regierung. Gentiloni bezog sich auf Berechnungen der Fürsorgeanstalt INPS nach denen der Verzicht auf die geplante Erhöhung des Ruhestand-Antrittsalters den Pensionskassen mindestens 140 Milliarden Euro kosten würde.

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