Venezuelas Regierung und Opposition vertagten Verhandlungen

Caracas/Santo Domingo (APA/AFP) - Venezuelas Regierung und Opposition haben ihre Verhandlungen über einen Ausweg aus der schweren politische...

  • Artikel
  • Diskussion

Caracas/Santo Domingo (APA/AFP) - Venezuelas Regierung und Opposition haben ihre Verhandlungen über einen Ausweg aus der schweren politischen und wirtschaftlichen Krise des südamerikanischen Landes ohne Einigung vertagt. Bei der Suche nach einer Lösung seien aber „erhebliche Fortschritte“ gemacht worden, verkündeten beide Seiten in einer Erklärung, die am Samstag vom Präsidenten der Dominikanischen Republik, Danilo Medina, verlesen wurde.

Die Verhandlungen sollen am 15. Dezember fortgesetzt werden. Beide Seiten hätten die „feste Absicht“, eine Einigung zu erreichen.

Die Delegationen von Regierung und Opposition hatten sich am Freitag in der Dominikanischen Republik getroffen, um einen Ausweg aus der Krise zu finden. Neben Unterhändlern von Präsident Nicolas Maduro und des Oppositionsbündnisses „Tisch der demokratischen Einheit“ (MUD) nahmen auch mehrere Vermittler an den Gesprächen in Santo Domingo teil: Neben Medina waren der ehemalige spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodríguez Zapatero und die Außenminister von Mexiko, Chile, Bolivien und Nicaragua dabei.

In Venezuela tobt seit Monaten ein erbitterter Machtkampf zwischen der linksnationalistischen Regierung und der Mitte-rechts-Opposition. Das lateinamerikanische Land befindet sich trotz reicher Erdölvorkommen in einer tiefen Wirtschaftskrise, die zu schweren Versorgungsengpässen geführt hat. Die Opposition macht Präsident Maduro für die Misere verantwortlich. Bei Massenprotesten gegen die Regierung wurden zwischen April und Juli 125 Menschen getötet. Teile der Opposition lehnen die Verhandlungen mit der Regierung ab.

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren