Wichtigste Punkte der republikanischen Steuerreform-Entwürfe

Washington (APA/dpa) - Im Tauziehen um eine US-Steuerreform liegen jetzt zwei republikanische Entwürfe vor, einer wurde am Abgeordnetenhaus ...

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Washington (APA/dpa) - Im Tauziehen um eine US-Steuerreform liegen jetzt zwei republikanische Entwürfe vor, einer wurde am Abgeordnetenhaus verabschiedet, der andere vom Senat. Sie müssen jetzt zu einer einzelnen Vorlage verschmolzen werden, die dann beiden Kammern noch einmal zur Abstimmung vorgelegt werden.

Im Hauptpunkt, einer Senkung der Unternehmensteuer von 35 auf 20 Prozent, stimmen die Entwürfe überein. Allerdings will der Senat das erst ab 2019, der Abgeordnetenhaus schon ab 2018.

Größter Streitpunkt dürfte laut Medienberichten die Frage sein, wie der Anstieg des Haushaltsdefizits durch die Reform in einem Rahmen gehalten werden kann, der eine Verabschiedung des endgültigen Entwurfs mit einfacher Mehrheit im Senat erlaubt. Die Senatsvorlage würde zu diesem Zweck viele Steuererleichterungen für Einzelpersonen 2025 auslaufen lassen, während das Abgeordnetenhaus sie dauerhaft machen will.

Besonders umstritten ist auch, wie Firmen besteuert werden sollen, deren Profite an den Besitzer gehen, der sie dann in seiner Einkommensteuererklärung angibt.

Weitere Punkte: Das Abgeordnetenhaus will die Zahl der Steuerklassen auf vier verringern, der Senat sieben beibehalten und die höchste davon etwas senken. Beide Entwürfe heben den pauschalen Freibetrag für Einzelpersonen und Ehepaare deutlich an. Der Hausentwurf streicht die Möglichkeit zum Absetzen größerer medizinischer Ausgaben, die Senatsvorlage weitet sie aus.

Die republikanischen Abgeordneten wollen die Erbschaftssteuer längerfristig ganz abschaffen, der Senat die Regeln lediglich freundlicher gestalten, und das nur vorübergehend. Der Hausentwurf begrenzt das Absetzen von Hypothekenzinsen stärker als bisher, die Vorlage des Senats nicht.

Der Senatsentwurf sieht die Abschaffung der unter Barack Obama eingeführten Krankenversicherungspflicht für alle vor, wodurch weniger Zuschüsse für Geringverdienende anfielen. Der Entwurf der Abgeordneten lässt die geltende Regelung unberührt.


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