Ex-SPD-Minister Eichel schlägt verkürzte Koalition in Deutschland vor

Berlin (APA/dpa) - In Deutschland hat der frühere SPD-Finanzminister Hans Eichel seiner Partei zu einer Großen Koalition mit verkürzter Lauf...

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Berlin (APA/dpa) - In Deutschland hat der frühere SPD-Finanzminister Hans Eichel seiner Partei zu einer Großen Koalition mit verkürzter Laufzeit geraten. „Man muss ja keine Koalition auf ganze vier Jahre vereinbaren. Zwei vielleicht. Und dann wird neu gewählt“, sagte der 75-Jährige, der auch Ministerpräsident von Hessen war, der „Süddeutschen Zeitung“ (Online-Ausgabe).

Er sei kein Freund Großer Koalitionen, halte eine solche Regierungsbildung aber aus europäischer Sicht für nötig. Nur SPD und Union gemeinsam hätten die politische Kraft, mit Frankreich einen Weg zur Stabilisierung der Eurozone zu finden.

Von einer Minderheitsregierung hält er dem Bericht zufolge nichts. Auch dem Argument, die SPD könne sich nur in der Opposition erneuern, kann er nichts abgewinnen: Schließlich sei man auch zwischen 2009 und 2013 in der Opposition gesessen - die große Erneuerung sei aber ausgeblieben. „Es geht beides, erneuern und regieren“, sagte Eichel.

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