Die Haie rupften die Adler

Zwei Spiele, zwei Siege: Für die Eishockey-Cracks des HC Innsbruck war das vergangene Wochenende ein perfektes. Der HCI siegte mit 4:2 (1:1, 2:1, 1:0) in Villach, der VSV trennte sich daraufhin von Greg Holst.

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Von Daniel Suckert

Villach –Spielwitz, Effektivität und Nervenstärke – den Tiroler Eishockeycracks konnte man beim Gastspiel in Villach (fast) nichts vorwerfen. Gegen die Truppe von Tirols Eishockey-Legende Greg Holst (VSV-Coach) triumphierten die Innsbrucker am Ende mit 4:2. Die Niederlage hatte die Entlassung von Greg Holst beim VSV zur Folge. Man reagierte damit auf die anhaltende Talfahrt.

„Jede Mannschaft will die direkte Qualifikation schaffen“, sagte HCI-Verteidiger Florian Pedevilla schon vor dem ersten Bully: „Die Liga ist in diesem Jahr so eng wie noch nie.“ Dementsprechend ausgeglichen verlief die Anfangsphase. Beide Teams tasteten sich ab – bei den Gastgebern spürte man die Verunsicherung.

Und es dauerte nur sieben Minuten, da mussten die Adler-Fans den nächsten Rückschlag mitansehen: Innsbruck-Goalgetter Mitch Wahl fälschte einen scharfen Schuss von Ondrej Sedivy zum 1:0 ab.

Doch trotz Überlegenheit kamen die Villacher nur vier Minuten später zum Ausgleich: VSV-Spieler Bacher zog von der blauen Linie ab. Aus dem Konzept ließen sich die Haie dadurch aber nicht bringen – das nötige Glück vor dem Tor fehlte jedoch noch.

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Im zweiten Drittel legten die Tiroler einen Zahn zu. Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe Andrew Yogan in Überzahl für die erneute Führung sorgte. Es kam aber noch besser: Eine längere Druckphase krönte Hunter Bishop (38.) mit dem Tor zur 3:1-Führung.

Doch just als man glaubte, nun würden die Gäste aus der Tiroler Landeshauptstadt drüberfahren, brachte VSV-Crack Schlacher (39.) seine Truppe postwendend mit dem Anschlusstreffer (2:3) zurück ins Match.

Wer im Schlussdrittel auf Seiten der Villacher ein „Hop oder Drop“ erwartete, der wurde enttäuscht. Den Ton gaben weiterhin die Haie an. Dass der beste Mann auf Seiten der Kärntner Goalie Kickert war, sagte alles aus.

Als in der 54. Minute der VSV noch einmal zu einer Überzahl-Situation kam, war kurz zittern angesagt. Allerdings umsonst. Den Sack machte dann im Finish Andrew Clark (59.) mit einem „Empty-Net-Goal“ zum 4:2-Endstand zu.

HCI-Coach Rob Pallin gab sich im Anschluss nicht zu euphorisch: „Es hat sich nicht viel geändert. Ich war zuvor nicht in Panik und bin nun auch nicht zu euphorisiert. Wir haben unter der Woche ein Teambuilding gemacht, das uns näher zueinander gebracht hat. Die Jungs haben in den letzten Spielen die nötigen fünf Prozent mehr gegeben, darum haben wir sieben Punkte aus drei Spielen geholt.“


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