Zweigeteilte Halbzeit für Tirols Volleyballerinnen
Tirols Bundesliga-Volleyballerinnen ziehen nach zehn Runden eine Zwischenbilanz - und die fällt unterschiedlich aus.
Von Sabine Hochschwarzer
Innsbruck — Fünf Siege, fünf Niederlagen und Rang fünf — der VC Tirol liegt zur Saisonhalbzeit der Austrian Volleyball League in der Mitte der zehn Damen-Teams. „Wenn wir gegen Graz (2:3-Niederlage, Anm.) gewonnen hätten, wären wir jetzt Dritter", sagt Obfrau und Co-Trainerin Therese Achammer, relativiert jedoch: „Mit dem Wörtchen ,wenn' darf man aber halt nicht rechnen." Die Tabelle beweist, dass die Liga ausgeglichen zu sein scheint. Salzburg rang zuhause dem VCT zwei Sätze ab. Drei weitere Fünf-Satz-Partien (Klagenfurt, Graz, Post) verloren die Innsbruckerinnen. „Wir haben nur eine 0:3-Niederlage kassiert — jetzt am Wochenende leider", bedauert die 75-Jährige.
Als bitter empfand Achammer in Linz aber anderes: Spielerin Patricia Maros hatte sich einen Bänderriss im Knöchel zugezogen. „Das tut mir sehr leid, weil die jungen Mädchen alle so viel Zeit opfern. Auf Dauer kann das mit dieser Belastung aber nicht gutgehen", schimpft Achammer auf den Spielplan. Als Beispiel nennt sie kommende Woche (16./17. Dezember): Am Samstagabend empfängt der VCT daheim Klagenfurt, tags darauf muss man um 15 Uhr in Hartberg antreten. Was ihr noch aufstößt: der Modus, dass die zwei Top-Teams des Grunddurchgangs fix im Halbfinale stehen, nur die Plätze drei bis sechs aber ein Viertelfinale austragen. Achammer: „Warum sollen die Besten eine Pause haben dürfen?"
Ins Meister-Play-off blickt die TI-Fun-Box-Volley nicht (mehr). Als Tabellenvorletzte halten die Innsbruckerinnen bei bislang erst einem Sieg (Hartberg), allerdings zwei 2:3-Niederlagen (Salzburg, Eisenerz). „Realistisch gesehen können wir die Top-6 nicht mehr erreichen", sagt TI-Manager Michael Falkner. Noch gelinge es nicht, die Trainingsleistungen im Spiel umzusetzen. Ziel sei nun der siebente, achte Platz, die Relegation (9./10. AVL, 1./2. 2. BL) zu vermeiden. Falkner: „Das hatten wir im Vorjahr. Das brauche ich nicht mehr."