„Sehr intensiv“: Werdenigg in Innsbruck stundenlang befragt
Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt befragten die ehemalige Skirennläuferin Nicola Werdenigg am Dienstag vier Stunden lang.
Innsbruck – Vier Stunden lang stand die Tiroler Ex-Rennläuferin Nicola Werdenigg, die vor zwei Wochen sexuelle Gewalt im Skiport sowie im Nachwuchsbereich angeprangert hat, am Dienstag in Innsbruck zu den von ihr geäußerten Vorwürfen der Staatsanwaltschaft und dem Landeskriminalamt Rede und Anwort. „Es war intensiv“, meinte die 59-Jährige, die auch zu einem Fall im ÖSV von 2005 aussagte, wozu weitere Nachforschungen angestellt würden.
„Ich bin sehr froh, dass diese Zeugenbefragung so zeitnah stattfand und das nun für mich so weit erledigt ist“, sagte Werdenigg. Sie sei in allen von ihr in den Medien genannten Vorfällen und Ereignissen befragt worden. „Es war ein sehr konstruktives, gutes Gespräch. Es war sehr intensiv. Ich hoffe, dass ich zur Aufklärung aller Fälle und Vorfälle gut beitragen kann. Ich bin mir sicher, es wird jetzt in allen Fällen gut weiterermittelt werden können“, sagte Werdenigg.
Werdenigg ließ die Ermittler wissen, dass sie auch künftig für alle Fragen, die noch auftauchen, zur Verfügung stehe. „Aber im Großen und Ganzen ist zu meinen eigenen Fällen alles gesagt. Wo möglicherweise noch Aufklärungsbedarf ist, ist im Speziellen der Fall Neustift. Alles andere was im Zusammenhang mit dem ÖSV gesagt werden musste, ist auch gesagt“, betonte die Tirolerin.
„Es ging um den kompletten Zeitrahmen sämtlicher Vorfälle, die ich im Erstartikel im Standard geschildert habe, und auch den Vorfall von 2005, den ich in der Zeit in Bild angesprochen habe. Und auch das Pastern, über das ich im ORF geredet habe“, erklärte Werdenigg.
„Es geht mir nun sehr gut. Ich bin total erleichtert. Ich freue mich, dass dieses Kapitel jetzt für mich abgeschlossen ist. Und dass ich wirklich in die Zukunft blicken kann. Und diese Arbeit und diese Intention aufnehmen kann für Prävention und hoffentlich auch noch Aufklärung. Und in weiterer Folge einfach einen wertvollen Beitrag leisten kann.“ (TT/APA)