Für Gelegenheitsfahrer Öffis attraktiver machen
Innsbruck – Details der Tarifreform, die im Juni eingeleitet wurde, stoßen vielen Öffi-Benutzern immer noch sauer auf. Das neue Jahresticket...
Innsbruck –Details der Tarifreform, die im Juni eingeleitet wurde, stoßen vielen Öffi-Benutzern immer noch sauer auf. Das neue Jahresticket ist nicht mehr von einer Person auf die andere übertragbar. Diese Möglichkeit nutzten vor allem Elternteile für ihre Alltagswege. Gelegenheitsfahrer kritisieren dagegen teure Einzelfahrten.
Für Gelegenheitsfahrer sieht jetzt die zweite Stufe der Tarifreform mehr Anreize vor. Wie es aus dem Büro von Tirols Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe (Grüne) heißt, soll es bei den Tarifen für Einzelfahrten im kommenden Jahr einen „Preisstopp“ geben, die Ticketpreise sollen also nicht, wie bisher üblich, im Februar um 2 bis 4 Prozent steigen. Außerdem ist ein günstigeres Angebot mit einem „Blockstreifen oder einer Mehrfahrtenkarte (ähnlich dem 5-Fahrten-Ticket in Innsbruck) in Planung. „Zum unschlagbaren Angebot im öffentlichen Verkehr gehören auch günstigere Einzelfahrten“, betont Felipe.
Am personalisierten Ticket wird aber nicht gerüttelt. Ein Argument des Verkehrsreferats: Das personalisierte Ticket wird bei Verlust um 10 Euro neu ausgestellt. Seit Juni sei dies bereits 200-mal in Anspruch genommen worden. Die Neuausstellung war beim übertragbaren Ticket nicht möglich.
Tirols Gemeinden reagieren unterschiedlich auf das nicht mehr übertragbare Jahresticket. So stellt die Gemeinde Breitenbach jetzt nicht mehr zwei Jahrestickets nach Innsbruck zur Verfügung, sondern zwei Monatskarten. Wie Bürgermeister Alois Margreiter (VP) erläutert, „werden die Karten fast jeden Tag benützt. Wir haben in der Verwaltung einen Mehraufwand, mehr aber auch nicht.“ Wer Bedarf hat, meldet sich in der Gemeinde an und wirft das Ticket am Abend wieder in den Briefkasten. (stro sa)