Innsbruck-Land

Maßnahmen am Problemhang in Navis greifen

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Navis – In der Kerschbaumsiedlung in der Gemeinde Navis sind, wie mehrfach berichtet, 84 Gebäude durch tiefgründige Hangbewegungen betroffen...

Navis –In der Kerschbaumsiedlung in der Gemeinde Navis sind, wie mehrfach berichtet, 84 Gebäude durch tiefgründige Hangbewegungen betroffen. Die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) realisiert dort umfassende Schutzmaßnahmen. Seit 2013 wird gearbeitet, um die Gebäude und ihre Bewohner vor Hangbewegungen zu schützen. „Mittlerweile stellen sich erste Erfolge der Entwässerung ein, die Bewegungen am Hang sind messbar zurückgegangen“, berichtet Gebhard Walter, Leiter der Sektion Tirol der WLV. In den vergangenen vier Jahren wurden 18 Sammel- und Kontrollschächte mit neun Quellfassungen, knapp 2000 Meter Sammelleitungen (Ableitungsrohre) sowie 3500 Meter Drainagen bzw. Sickerschlitze errichtet. Im Jahr 2015 wurden außerdem ein Krafthaus im Bereich des Vorfluters, zwei Wasserfassungen sowie zwei Druckrohrleitungen fertig gestellt. Aus den 50 Tiefbrunnen konnten in den vergangenen zwei Jahren rund 90.000 Kubikmeter Wasser aus dem gesamten Hang gepumpt werden. „Dies zeigt, welche Menge an Wasser sich in diesem Hang ansammelt“, betont Walter.

Insgesamt wurden bislang rund sechs Millionen Euro investiert. In den nächsten Jahren sind weitere Maßnahmen eingeplant. Nun wird der forstliche Teil des Sicherungskonzeptes mit Maßnahmen zur Verbesserung des dortigen Schutzwaldes umgesetzt. Die Kosten tragen der Bund (60 Prozent), das Land Tirol (25 Prozent) und die Gemeinde Navis (15 Prozent). Diese Maßnahmen sorgen für die Sicherheit der Kerschbaumsiedlung. Der Bürgermeister von Navis, Hubert Pixner, zeigt sich erfreut über die positive Entwicklung. (TT)

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