Warum die Welt jetzt wieder Schafwolle will

Noch vor wenigen Jahren galt Wolle als Abfallprodukt und war kaum einen Cent wert. Doch das Schafhaar schaffte das Image-Comeback: Designer und Produktentwickler präsentieren es jetzt auf großer Bühne. Und trotzdem: Die Wolle eines Schafes ist immer noch billiger als ein Glaserl Wein.

Die Hälfte aller Tiroler Schafe sind Tiroler Bergschafe.
© TT/Thomas Böhm

Von Kathrin Siller

Es ist ein kleines, vollgeräumtes Büro. Verglast, mit Blick auf die verschneite Nordkette. Die Tür steht offen. Von hier aus koordiniert Johannes Fitsch, Chef des Tiroler Schafzuchtverbands, Geschäfte mit der ganzen Welt. Mit der Bürokratie hat es der Nassereither laut eigenen Angaben aber nicht so. Mit Geschäftspartnern ist er lieber per Du, er zählt auf Handschlagqualität, verlässt sich gerne aufs Glück und führt teils handgeschriebene Listen voller Abkürzungen und Ziffern von abgelieferter, zum Waschen verschickter und gehandelter Wolle. „Wir verkaufen nicht um jeden Preis und biedern uns nicht an“, stellt er gleich fest.

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